In fast jeder Wohnung steht ein Fernseher oder ein großer Bildschirm, über den gestreamt werden kann. So lernen die meisten Kinder bereits im Babyalter die flimmernden Bilder kennen und reagieren neugierig darauf. Der Kasten liefert Geräusche, Musik und Bilder gleichzeitig. Doch was fangen die Kleinen damit an?
Babys sind von Geburt an neugierig und erfahren ihre Umwelt vor allem durch aktives Ausprobieren und Nachahmen mit all ihren Sinnen. Dabei ist der Wechsel zwischen Spiel und Ruhe wichtig, denn während der Ruhephase verarbeitet das Gehirn alles neu Erlernte und speichert es ab.
Ab etwa einem halben Jahr interessieren sich Babys für die Geräusche und die Bilder aus dem Fernsehgerät. Sie robben oder krabbeln hin, ähnlich wie zu einem interessanten Spielzeug.
Babys haben allerdings nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Sind sie im ersten Moment noch von der Kindersendung, die das größere Geschwisterchen ansieht, fasziniert, ist für sie im nächsten Moment schon wieder ein Spielzeugauto spannender.
Babys können auch gereizt reagieren, wenn ihnen die Geräuschkulisse zu viel wird. Aus diesem Grund sollte Ihr Baby oder junges Kleinkind noch nicht fernsehen, schon gar nicht allein. Auch sollten Fernseher oder Tablet keine ablenkende Bilderkulisse bei den Mahlzeiten sein.
Sobald Kleinkinder zu sprechen beginnen, können sie kurze Stücke im Fernsehen verstehen und verfolgen. Die Aufmerksamkeitsspanne steigt.
Vorschulkinder erkennen ihre Lieblingsfiguren im Fernseher wieder und sprechen mit ihnen, denn sie können noch nicht zwischen der medialen Fantasiewelt und unserer echten Welt unterscheiden. Inhaltlich nehmen Kinder vor allem das aus einer Sendung mit, was ihnen aus dem eigenen Alltag bekannt ist. Ein spannendes Entwicklungsthema ist das Groß-Werden. Zudem sind Tiere, außergewöhnliche Heldinnen und Helden, das Aktiv-und-Kreativ-Sein sowie das Thema Freundschaft für diese Altersgruppe interessant. Kinder sind wissbegierig und wollen lernen. Das Angebot an Sendungen, die lehrreiche Inhalte pädagogisch und in leicht verständlicher Sprache aufbereiten, ist groß. Bei der Programmauswahl sollten Sie immer die individuelle Entwicklung Ihres Kindes und seine Interessen berücksichtigen.
Meine kleinen Neffen und meine Nichte sind auf unterschiedliche Weise vom Fernsehen fasziniert. Der 4-jährige Leo darf schon mal eine Folge seiner Lieblings-Zeichentrickserie anschauen, während Mama danebensitzt und liest. Wenn es was zu erklären gibt oder Kuschelbedarf besteht, ist sie da. Seine Schwester Katharina sitzt manchmal auch dabei, bis es ihr zu langweilig wird und sie lieber wieder mit ihrem Stofftiger spielt. Baby Michi krabbelt indes aus seiner Spielecke in Richtung der Geräusche, klaut sich die Fernbedienung, drückt und lutscht darauf herum. Oh, nun hat er das Programm gewechselt und freut sich, dass er mit seinen kleinen Fingern so etwas Großes bewirken konnte. Doch nun läuft statt der Kindersendung ein Tennisturnier und Leo wird richtig sauer auf seinen kleinen Bruder. Da muss Mama Anne wieder umschalten und den Streit schlichten. Sie erklärt Leo, dass Michi noch gar nicht weiß, was er da macht, sondern einfach nur spielt. Nach der Sendung malen Leo und Katharina etwas. Leo malt seine Lieblingsfigur und erzählt allen, wie toll die Folge war.
Fernseheindrücke können gut spielerisch verarbeitet werden. Damit dafür oder auch für Fragen Zeit bleibt, besser nicht direkt vorm Schlafengehen fernsehen.
Werbefreie und zu jeder Zeit verfügbare Angebote für die Kleinsten finden Sie auf den Kinder-Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und der privaten Sender oder über die bezahlpflichtigen Streamingdienste. Hier lassen sich eigene Profile für Kinder anlegen, über die ausschließlich kind- und altersgerechte Sendungen ausgespielt werden.
z. B. KiKA, Check Eins, toggo oder ZDFtivi
Komplette Ausgabe
Wir setzen Readspeaker ein. Sind Sie einverstanden?
Im Sinne der Barrierefreiheit wird auf der Website eine Vorlesefunktion angeboten. Bei Nutzung dieser Vorlesefunktion werden die dafür erforderlichen technischen Daten an den externen Dienstleister Readspeaker GmbH übermittelt. Mehr Informationen hierzu finden Sie in unseren Informationen zum Datenschutz .
Im Sinne der Barrierefreiheit wird auf der Website eine Komfortfunktion angeboten. Für die Nutzung dieser Komfortfunktion müssen Sie der Speicherung der dafür verwendeten Cookies zustimmen.
Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden die für den Betrieb der Seite notwendigen Cookies gesetzt. Darüber hinaus können Sie Cookies für Statistikzwecke zulassen.
Zur Datenschutzerklärung
Technisch notwendig (nicht abwählbar) mehr Informationen
Einige Cookies sind notwendig, um Ihnen die grundlegenden Funktionen dieser Webseite bereitzustellen und können daher nicht deaktiviert werden. Erläuterungen zu erforderlichen Cookies
Statistik mehr Informationen
Sofern Sie uns Ihre Einwilligung erteilen, verwenden wir Cookies zur Nutzung unseres Webanalyse-Tools Matomo Analytics. Sie bleiben dabei als Nutzer anonym. Durch einen Klick auf den Button "Auswahl bestätigen" oder „Alles auswählen“ erteilen Sie uns Ihre Einwilligung dahingehend, dass wir zu Analysezwecken Cookies (kleine Textdateien mit einer Gültigkeitsdauer von maximal zwei Jahren) setzen und die sich ergebenden Daten verarbeiten dürfen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in unserer Datenschutzhinweisen widerrufen. Hier finden Sie auch weitere Informationen.