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Eltern-Brief in Leichter Sprache zum Thema Kinder-Betreuung

Liebe Mutter,
lieber Vater,
liebe Familie,

das ist eine Eltern-Information für Sie
in Leichter Sprache.
Wir nennen diese Information: Eltern-Briefe.

Die Eltern-Briefe helfen Ihnen bei Fragen zu Ihrem Kind
und Ihrer Familie.
In den Eltern-Briefen gibt es verschiedene Themen.
Sie müssen nicht immer alles lesen.
Sie können auch nur ein Thema lesen.

In diesem Eltern-Brief geht es um das Thema Kinder-Betreuung.

In diesem Eltern-Brief können Sie diese Themen lesen:
Was ist bei der Kinder-Betreuung wichtig?
Welche Arten von Kinder-Betreuung gibt es?
Was ist die Eingewöhnung und wie geht das?
Wie bekommt Ihr Kind einen Platz in einer Kinder-Betreuung?



 

Wichtiges zur Kinder-Betreuung

Wollen Sie wieder arbeiten gehen?
Ist Ihr Kind gerne mit anderen Kindern zusammen?
Brauchen Sie mehr Zeit für sich?
Das sind alles Gründe für eine Kinder-Betreuung.
Oft ist der Start nicht leicht.
Sie müssen einige Dinge bei der Kinder-Betreuung beachten.
Ihr Kind und Sie müssen sich an die neue Situation gewöhnen.

Für die Kinder-Betreuung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Die Kinder-Tages-Einrichtung
In einer Kinder-Tages-Einrichtung werden Kinder solange betreut,
bis sie in die Schule kommen.
Diese Einrichtungen werden oft Ki-Ta genannt.
Sie haben

  • Kinder-Krippen für Kinder bis 3 Jahre und
  • Kindergarten-Gruppen für Kinder ab 3 Jahren.

Kinder-Tages-Pflege-Stellen
Eine Kinder-Tages-Pflege-Stelle ist oft in der Wohnung
der Kinder-Tages-Pflege-Person.
Für die Kinder-Betreuung muss Ihr Kind gegen Masern geimpft sein.
Diese Impfung ist Pflicht.
Sonst kann Ihr Kind nicht in einer Ki-Ta
oder in einer Kinder-Tages-Pflege-Stelle betreut werden.

Wichtig ist:
Ihr Kind soll sich wohlfühlen.
Ihr Kind wird bis zur Schule fast täglich in die Kinder-Betreuung gehen.
Deshalb müssen Sie entscheiden:
Wie lange am Tag soll Ihr Kind in die Kinder-Betreuung gehen?
Manche Kinder gehen nur am Vormittag.
Andere Kinder gehen den ganzen Tag.
Die Kosten dafür sind unterschiedlich.

Denken Sie daran:
Sie müssen Ihr Kind jeden Tag bringen und abholen.
Die Kinder-Betreuung sollte deshalb in der Nähe Ihrer Wohnung sein.
Sie brauchen Menschen, die Sie unterstützen.
Und Menschen, die Ihr Kind im Notfall abholen.
Zum Beispiel Ihr Partner oder Ihre Partnerin, Oma und Opa, Freundinnen und Freunde oder andere Eltern.

Planen Sie die Kinder-Betreuung genau
Sprechen Sie sich gut mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner ab.
Sie müssen wissen:

  • Wer bringt Ihr Kind in die Kinder-Betreuung?
  • Wer holt Ihr Kind von der Kinder-Betreuung nach Hause?
  • Wie teilen Sie sich die Arbeiten im Haushalt?
  • Wann übernehmen Sie die Kinder-Betreuung?
  • Wann übernimmt Ihre Partnerin oder Ihr Partner die Kinder-Betreuung?
  • Wer bleibt zu Hause, wenn Ihr Kind krank ist?
  • Wer übernimmt die Betreuung Ihres Kindes, wenn die Kinder-Betreuung geschlossen ist?
  • Wann brauchen Sie Hilfe von anderen Personen?

Wichtig ist:
Ihr Kind muss immer betreut werden, wenn Sie nicht da sind.
Deshalb müssen Sie immer erreichbar sein:
Die Betreuungs-Person in der Kinder-Betreuung hat Fragen.
Ihr Kind wird in der Kinder-Betreuung krank.
Dann müssen Sie Ihr Kind abholen.
Ihr Kind braucht Sie.

Wichtig ist auch:
Kranke Kinder dürfen nicht in die Kinder-Betreuung gehen.



 

Die Kinder-Krippe

Die Kinder-Krippe ist eine Betreuung für Kinder bis 3 Jahren.
Die Eltern bringen ihre Kinder morgens in die Kinder-Krippe.
Sie holen ihre Kinder mittags oder nachmittags wieder ab.

In der Kinder-Krippe sind viele andere Kinder.
Die Kinder spielen, singen, lernen, schlafen und essen dort.

In einer Kinder-Krippe arbeiten Fachleute.
Zum Beispiel:

  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Kinder-Pflegerinnen und Kinder-Pfleger

Die Fachleute haben eine besondere Ausbildung
und wissen viel über Kinder.
Sie helfen den Kindern.
Sie unterstützen die Kinder beim Groß-Werden.
Sie sprechen mit den Eltern und helfen ihnen
bei Fragen und Problemen mit den Kindern.



 

Der Kindergarten

Der Kindergarten ist wie die Kinder-Krippe mit Kindern von 3 bis 6 Jahren.
Im Kindergarten sind viele andere Kinder.
Oft gibt es mehrere Kindergarten-Gruppen.
Die Kinder spielen, singen, lernen, schlafen und essen dort.

Im Kindergarten arbeiten Fachleute.
Zum Beispiel:

  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Kinder-Pflegerinnen und Kinder-Pfleger

Die Fachleute haben eine besondere Ausbildung
und wissen viel über Kinder.
Sie helfen den Kindern.
Sie unterstützen die Kinder beim Groß-Werden.
Sie sprechen mit den Eltern und helfen ihnen
bei Fragen und Problemen mit den Kindern.

Die Kinder lernen im Kindergarten wichtige Sachen.

Zum Beispiel:

  • Spielen mit anderen Kindern
  • Gemeinschaft
  • Beweglichkeit
  • Besser sprechen

Der Kindergarten bereitet auf die Schule vor.

Die Fachleute im Kindergarten helfen Ihrem Kind.

Manchmal kommen auch Fachleute extra in den Kindergarten.
Zum Beispiel:
Wenn Ihr Kind

  • Probleme beim Sprechen hat.
  • Schwierigkeiten bei Bewegungen hat.
  • Probleme hat, sich Dinge zu merken.
  • sich anders verhält als andere Kinder in seinem Alter.

Dann gibt es zusätzliche Förderung für Ihr Kind.
So kann sich Ihr Kind gut entwickeln.



 

Die Kinder-Tages-Pflege-Stelle

Für die Kinder-Betreuung gibt es Kinder-Tages-Pflege-Stellen.
Diese sind anders als ein Kindergarten.
Eine Kinder-Tages-Pflege-Stelle ist oft in der Wohnung
der Kinder-Tages-Pflege-Person.
Es können dort Kinder von 0 Jahren bis zum Schul-Alter
betreut werden.
In der Kinder-Tages-Pflege-Stelle sind auch andere Kinder.
Die Gruppe ist viel kleiner als im Kindergarten oder einer Kinder-Krippe.

Die Kinder spielen, singen, lernen, schlafen und essen dort.

Die Eltern bringen ihre Kinder morgens hin.
Sie holen ihre Kinder mittags oder nachmittags wieder ab.

Eine Kinder-Tages-Pflege-Person muss regelmäßig
Schulungen machen.
Deshalb kennt sie sich gut mit der Betreuung von Kindern aus.
Sie wird vom Jugendamt geprüft.



 

Die Eingewöhnung

Ihrem Kind soll es in der Kinder-Betreuung gut gehen.
Nehmen Sie sich deshalb Zeit für eine Eingewöhnung.
Die Betreuungs-Personen in der Ki-Ta
oder in der Kinder-Tages-Pflege-Stelle sind fremde Personen für Ihr Kind.
Ihr Kind muss diese Personen erst kennen-lernen.
Ihr Kind muss auch die anderen Kinder kennen-lernen.
Die Ki-Ta und die Kinder-Tages-Pflege-Stelle haben deshalb
einen Eingewöhnungs-Plan.

Eingewöhnungs-Plan bedeutet:

  • Ihr Kind lernt die Kinder-Betreuung langsam kennen.
  • Sie begleiten Ihr Kind am Anfang die ganze Zeit in der Kinder-Betreuung.
  • Dann lernt Ihr Kind langsam ohne Sie in der Kinder-Betreuung zu sein.
  • Ihr Kind bleibt am Anfang nur kurz alleine in der Kinder-Betreuung.
  • Ihr Kind bleibt aber jeden Tag etwas länger.
  • Und Sie bleiben jeden Tag kürzer.

So kann Ihr Kind sich Stück für Stück eingewöhnen.
Zum Schluss bleibt Ihr Kind gerne alleine in der Kinder-Betreuung.

Wichtig ist:
Manchmal dauert die Eingewöhnung kürzer.
Manchmal dauert die Eingewöhnung länger.
Halten Sie sich an den Eingewöhnungs-Plan.
Sprechen Sie mit den Betreuungs-Personen.
Betreuungs-Personen sind die Fachleute in der Ki-Ta.
Oder ist die Kinder-Tages-Pflege-Person.

Sie können dann den Fachleute Fragen stellen.
Zum Beispiel, wenn

  • Sie Probleme bei der Verabschiedung von Ihrem Kind haben.
  • Sie wissen wollen, ob Ihr Kind Freunde gefunden hat.
  • Ihr Kind Angst hat.
    Oder es Ihrem Kind nicht gut geht.
  • Sie wissen möchten, wie sich Ihr Kind entwickelt.

Die Fachleute kümmern sich darum, dass es Ihrem Kind gut geht.

Besucht Ihr Kind schon eine Kinder-Krippe?
Dann ist der Wechsel in den Kindergarten oft leichter.
Meistens gibt es in derselben Einrichtung mehrere Gruppen.
Dann kann Ihr Kind mit anderen Kindern
von den Kleinen zu den Großen wechseln.



 

Die Platz-Suche

Es kann schwierig sein, einen Platz in einer Kinder-Betreuung zu finden.
Planen Sie deshalb genügend Zeit ein.
Sie müssen sich eine Kinder-Betreuung aussuchen.
Sie müssen sich für einen Platz anmelden.
Sie müssen das sehr frühzeitig machen.
Die Anmeldung für einen Platz kann in jedem Wohnort anders sein.
In vielen Gemeinden gibt es Stichtage.
Das bedeutet:
Bis zu diesem Tag muss Ihr Kind angemeldet sein.

Sie wissen nicht, wo es eine Kinder-Krippe gibt?
Brauchen Sie Hilfe bei der Suche nach einem Betreuungs-Platz
oder bei der Anmeldung?
Suchen Sie eine Kinder-Tages-Person in Ihrer Nähe?

Am besten fragen Sie frühzeitig bei Ihrer Gemeinde
oder im Jugendamt nach.
Oft gibt es dort eine Stelle, die Kinder-Tages-Plätze vermittelt.

Das Jugendamt hilft Ihnen auch bei Geld-Problemen für
die Kinder-Betreuung.
Dafür können Sie im Jugendamt einen Zuschuss beantragen.
Familien-Stütz-Punkte und KoKi-Stellen helfen Ihnen auch.

Jugendamt

Das Jugendamt unterstützt die Eltern
bei der Erziehung von ihren Kindern und Jugendlichen.
Es unterstützt Mütter und Väter, die alleine mit ihrem Kind leben.
Zum Beispiel:
Wenn Eltern eine gute Kinder-Betreuung brauchen.
Das Jugendamt unterstützt Eltern bei der Suche.
Oder wenn Eltern Probleme mit ihrem Kind haben.
Dann hilft Eltern eine Erziehungs-Beratung.
Auch Kinder und Jugendliche können zum Jugendamt kommen.
Zum Beispiel:
Wenn Kinder und Jugendliche Probleme haben.
Oder wenn sie in Not sind.
Jede Stadt und jeder Land- Kreis hat ein Jugendamt.

Familien-Stütz-Punkt

Die Abkürzung für Familien-Stütz-Punkt ist: FSP.
Ein Familien-Stütz-Punkt berät Sie zu Ihrem Kind
und zu Ihrem Familien-Leben.
Sie bekommen bei einem FSP Hilfe bei Ihren Problemen.
Es gibt dort auch Angebote zum Mitmachen.
Zum Beispiel Spiel-Gruppen für Sie und Ihr Kind.

Mehr Informationen finden Sie auf dieser Internet-Seite
in Leichter Sprache: www.baer.bayern.de/lsfsp

Ko-Ki -Stellen

Ko-Ki ist die Abkürzung für Koordinierende Kinder-Schutz-Stellen.
Die Ko-Ki-Stellen sind Teil der Frühen Hilfen.
Bei Ko-Ki-Stellen gibt es Fachleute für Fragen zu Kindern.
Die Fachleute können Ihnen helfen.
Ko-Ki-Stellen sind für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren.

Mehr Informationen finden Sie auf dieser Internet-Seite
in Leichter Sprache: www.baer.bayern.de/lskoki