Sie als Eltern sind verantwortlich für die Gesundheit Ihres Babys. Es ist daher hilfreich zu wissen, was Sie in den ersten Lebensmonaten vorbeugend unternehmen können, damit sich Ihr Kind gesund entwickelt und wie Sie am besten handeln, sollten sich doch einmal Krankheiten ankündigen.
Babys sind nicht völlig ungeschützt was ihre Abwehr von unterschiedlichen Krankheitserregern betrifft. Schließlich genießt das Kind in der Regel in den ersten drei bis sechs Monaten den sogenannten „Nestschutz“. Der Nestschutz ist eine Art Immunität, die Neugeborene von ihrer Mutter erhalten. Diese Immunität schützt das Baby vor Infektionskrankheiten. Sie wird während der Schwangerschaft durch die Plazenta und beim Stillen durch die Muttermilch übertragen. Der Nestschutz hilft dem Baby, sich vor Krankheiten zu schützen, bis es sein eigenes Immunsystem aufbauen kann. Klar ist aber auch, dass der Nestschutz nur gegen Krankheiten wirkt, die die Mutter bereits hatte oder gegen die sie geimpft ist.
Das Baby ist aber auch ein durchaus empfindliches und schutzbedürftiges Wesen, dessen Immunsystem sich zunächst Schritt für Schritt aufbauen muss. Das heißt, dass Ihr Kind die eine oder andere Krankheit bewältigen muss, damit ein funktionierendes Abwehrsystem entwickelt werden kann.
Damit Ihr Baby gesund heranwächst, können Sie einiges tun:
Dazu gehören:
Falls Sie Ihr Baby stillen, dann sollten Sie das, wenn möglich, mindestens sechs volle Monate tun. Muttermilch enthält besondere Abwehr- und Schutzstoffe, die ein Kind vor Krankheiten, z. B. Durchfall und Mittelohrentzündungen, schützen.
Nehmen Sie unbedingt alle Früherkennungsuntersuchungen wahr. Mehr zu "Früherkennungsuntersuchungen."
Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Baby in der Rückenlage schlafen legen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt oder Ihre betreuende Hebamme. Mehr zu Schlaf bei Babys.
Achten Sie darauf, dass in der Wohnung oder in der Nähe Ihres Kindes nicht geraucht wird. Schützen Sie es grundsätzlich auch vor den Gefahren des Passivrauchens und des sogenannten "Third-Hand-Smokes". Denn Rauch hält sich hartnäckig an den Händen, den Haaren und der Kleidung der rauchenden Personen.
Kinder können dann diese Schadstoffe einatmen, was zu einer Verschlechterung des Immunstem führen kann.
Sorgen Sie immer für ausreichend Schatten. Die junge Babyhaut ist sehr empfindlich und anfällig für Sonnenbrand. Vermeiden Sie deshalb im Sommer besonders die Mittagshitze.
Eine starke UV-Strahlung und hohe Ozonwerte machen das Kind zudem anfälliger für Infektionen der Atemwege und auch für Allergien.
Sonnencreme eignet sich erst für Kinder ab einem Jahr. Ein Sonnensegel oder ein Sonnenschirm spenden auch im Kinderwagen Schatten und bieten ausreichend Luftzirkulation. Den Kopf Ihres Babys schützen Sie mit einem leichten Sonnenhütchen.
Natürlich ist unsere Umwelt nie keimfrei. Ihres Babys wird lernen, mit "normalen" Keimen fertig zu werden. Sollte allerdings eine Veranlagung des Kindes für Hausstaubmilbenallergie durch die Kinderärztin oder den Kinderarzt festgestellt worden sein, sollte die Staubentwicklung durch entsprechende Maßnahmen so weit wie möglich gering gehalten werden.
Denken Sie daran, dass Sie Ihre Kinder bereits im ersten Lebensjahr gegen bestimmte Krankheiten impfen können und dass bestimmte Impfungen dringend empfohlen werden. Ihre Kinderärztin bzw. Ihr Kinderarzt wird Sie bei den regelmäßig stattfindenden Vorsorgeuntersuchungen darüber informieren.
Wird Ihr Kind zunehmend mobiler und erkundet seine Umwelt mit all seinen Sinnen, ist es anzuraten, dass direkte und zugängliche Umfeld des Kindes entsprechend zu gestalten, so dass es sich nicht verletzen oder schädigen kann (Sicherheit).
Babys schreien oder quengeln, wenn ihnen etwas fehlt. Anfangs ist es schwierig, das Schreien des Kindes richtig zu deuten und somit zu wissen: Hat es Hunger, möchte es Körperkontakt oder hat es ernsthafte Beschwerden? Daher ist es besonders wichtig, alle Anzeichen einer möglichen Erkrankung abklären zu lassen.
Gehen Sie in jedem Fall zu einer Ärztin oder einem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, irgendetwas stimmt nicht mit Ihrem Kind. Besonders dann, wenn Ihr Kind Fieber hat. Bei Babys unter drei Monaten spricht man bereits bei 38 Grad von Fieber.
Sollte Ihr Baby erkranken, ist es wichtig, dass die Ursache so schnell wie möglich erkannt und die Krankheit behandelt wird. Auch hier sollten Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Kinderärztin oder den Kinderarzt kontaktieren. Behandeln Sie Ihr Kind nicht eigenmächtig mit Medikamenten (zum Beispiel aus der Hausapotheke), wenn es nicht der ausdrückliche Rat der Kinderärztin oder des Kinderarztes war. Informationen aus "zweiter Hand" (Ratschläge aus Medien, von anderen Eltern, von Verwandten) sind kein Ersatz für eine ärztliche Beratung oder Behandlung. Dennoch können sie als Unterstützung dienen. Denn es gibt Sicherheit zu wissen, wie Krankheiten meistens verlaufen und was gegen sie getan werden kann.
Grundsätzlich sollte das Baby in jedem Fall viel trinken. Es hat von Natur aus einen viel höheren Flüssigkeitsbedarf als Erwachsene. Und gerade wenn es krank ist, ist trinken viel wichtiger als essen. Oftmals haben die kranken Kinder weniger bis gar keinen Hunger. Der Körper kämpft mit den Erregern und hat für die Verdauung nicht viel Kraft übrig.
Wenn Ihr Baby jedoch nichts trinken mag und zusätzlich Fieberkrämpfe, Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit, Quengelei oder Apathie (Teilnahmslosigkeit) auftreten, sollten Sie jedoch auf jeden Fall in der Praxis Ihrer Kinderärztin oder Ihres Kinderarztes kontaktieren und mögliche Ursachen abklären lassen. Am Wochenende gibt es für Notfälle einen Notdienst in Ihrer Nähe, z. B. im nahegelegenen Krankenhaus.
Für Eltern ist es besonders schlimm mit anzusehen, wenn ihre Kinder leiden. Aber das Kranksein ist bei Kindern etwas ganz Normales und erforderlich für ihre Entwicklung. Die üblichen Krankheiten im ersten Lebensjahr sind vor allem:
Sollten hingegen Auffälligkeiten wie beispielsweise ungewöhnliche Müdigkeit, Quengelei oder Apathie (Teilnahmslosigkeit) auftreten, sollten Sie unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, um mögliche Ursachen abklären zu lassen.
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