Viele große digitale Konzerne haben digitale Sprachassistenten entwickelt: Amazons Alexa, Googles Assistant, Apples Siri, Microsofts Cortana oder Samsungs Bixby sollen das Leben erleichtern, indem sie einfache Sprachbefehle ausführen. Worauf müssen Eltern achten, wenn die Kinder mit den „intelligenten“ Programmen sprechen?
Digitale Assistenten sind mit einem Smart Speaker, einer Lautsprecherbox, dem Smartphone, einem Nest Hub (einem Tablet) oder auch einem Wearable, einer Smart Watch, verbunden und reagieren auf einfache Sprachbefehle. „OK Google, öffne Nachrichten!“ – und schon startet die Tageszusammen-fassung der aktuellen Nachrichten. „Alexa, spiele Kinderlieder über Spotify!“ – und sofort wird das Wohnzimmer zur Kinderdisko. „Hey Siri, mach leiser!“ – und schon wird die Lautstärke des Smartphones geändert.Grundlage ist eine Software, die gesprochene Worte analysiert und darauf reagiert. Spricht man mit dem Endgerät, so beantwortet es über seine Sprachsoftware Fragen oder steuert vernetzte Smart-Home-Geräte: Smart Speaker, Lampen, die Waschmaschine oder die Heizung.
Die Sprache ist die natürlichste Art unserer Kommunikation. Über die Sprachbefehle sind die Smart Speaker extrem einfach und freihändig zu bedienen. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität erleichtert dies einige Vorgänge. Die Kommandos können auch von unterwegs gegeben werden, um den Alltag besser zu organisieren. Beispielsweise kann ein Timer gestellt oder eine Erinnerung gesetzt werden, etwas einzukaufen. Kindern ermöglicht die Technologie die besonders einfache Steuerung von Hörspielen oder Sendungen, auch wenn sie noch nicht lesen oder schreiben können. Sprachassistenten sind lernfähig und komplett vernetzt. So kann das Hörspiel, das am Smart Speaker im Wohnzimmer gestartet wurde, problemlos während einer Autofahrt mit dem Smartphone weiter gehört werden.
Die Geräte sind in einer permanenten Wartestellung, denn sie warten auf ihr „Schlüsselwort“ („Google“, „Alexa“, „Siri“). Deshalb „belauschen“ sie ihre Umgebung pausenlos. Da die Geräte meistens im privaten Umfeld stehen, kann das ein Risiko für den Schutz persönlicher Daten darstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Befehle es aussprechen darf, und richten Sie auch Sperren ein. Immer wieder liest man in der Presse, dass Kinder eigenständig Einkäufe tätigen. Ein schnell ausgesprochenes „Alexa, ich will das neue Set der Marke XY haben!“ – und am nächsten Tag klingelt der Bote mit der Bestellung und die Eltern sind verwundert. Oder das Kind interessiert sich für Hunde und startet über das Tablet eine Suche „OK Google, zeig mir Möpse“ und plötzlich läuft ein Clip auf YouTube, der absolut nicht jugendfrei ist.
Gezielt können zudem Daten durch die Hersteller abgegriffen werden, um noch genauere Werbung zu platzieren. Eine Kontrolle, für welchen Zweck und wie lange die Daten aufgezeichnet und wo sie gespeichert werden, gibt es nicht. Das Risiko eines Datenmissbrauchs kann ebenso wenig ausgeschlossen werden wie das der Manipulation durch Dritte.
Wer seine Körperdaten immer im Blick haben möchte, kommt um ein Wearable nicht herum. Smartwatches oder Armbänder erfassen permanent die Fitness- und Gesundheitsdaten der Person, diesie am Handgelenk trägt. Sie messen den Puls, speichern die zurückgelegten Schritte, errechnen die verbrannten Kalorien beim Fitnesstraining und geben den Standort an. Bedenken Sie dabei immer, dass die Gesundheitsdaten in einer Cloud gespeichert werden. Eine komplette Kontrolle darüber, was mit den Daten geschieht, gibt es nicht. Zudem stellt die unverschlüsselte Verbindung Bluetooth zum Smartphone wegen der sensiblen Daten (Gesundheitsdaten, Kontakte, Nachrichten etc.) ein Sicherheitsrisiko dar.
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