Hauptinhalt

Sicherheit im Innen- und Außenbereich

Beitrag aus:
Elternbrief 6
11-12 Monate

In den letzten Monaten haben Sie Ihre Wohnung "krabbelsicher" gemacht. Aber sehr bald schon kann es sein, dass Ihr Kind sich aufrichtet und laufen lernt. Zu Beginn wird das noch unsicher sein. Mit der Zeit wird es dann immer schneller laufen. Es kann jetzt Gegenstände greifen, die beim Krabbeln unerreichbar waren.

Hilfreich kann es sein, wenn Sie die Perspektive Ihres Kindes einnehmen. Gehen Sie in die Hocke und betrachten Sie Ihre Umge­bung. Stellen Sie sich dabei die Frage: Was könnte für mein Kind gefährlich sein?

In der Wohnung

Große oder schwere Gegenstände, die es jetzt aus Rega­len ziehen kann, können auf Ihr Kind fallen und es ver­letzen. Dinge, die Ihr Kind nicht in die Finger bekommen soll, müssen jetzt noch höher untergebracht oder ver­schlossen werden. Das Kind kann auch Dinge greifen, die es auf Zehenspitzen stehend erreichen kann.

Polstern Sie scharfkantige Ecken von Tischen und Kom­moden ab. Besonders der Herd kann zur Gefahrenquelle werden. Ihr Kind kann die vorderen Herdplatten nun bald mit seinen Händen erreichen und sich verbrennen. Es kann Töpfe und Pfannen herunterziehen und sich mit den heißen Sachen schwer verletzen. Das kann auch gefähr­lich sein, wenn sie nicht mehr heiß sind. Kochen Sie also vorzugsweise auf den hinteren Herdplatten und bringen Sie Töpfe und Pfannen in Sicherheit. Sie können den Herd auch mit einem Gitter absichern. 

Vor allem aber: Erklären Sie Ihrem Kind, warum es die Herdplatte nicht berühren darf. Seien Sie dabei klar und für das Kind ver­ständlich. Sagen Sie deutlich "Nein".

 

Vorsicht: Auch an heißem Wasser kann sich Ihr Kind verbrühen.

Schaffen Sie eine "Ja-Umgebung"

Wichtig ist, dass Ihr Kind in einem möglichst angst­freien Klima groß werden kann. Wenn Sie Ihr Umfeld entsprechend sichern, können Sie sich selbst und Ihrem Kind viele Ermahnungen ersparen. Ihr Kind wird nicht fortlaufend enttäuscht, weil Sie ihm immer wieder Dinge wegnehmen oder verbieten müssen, sondern es kann sich innerhalb der von Ihnen bestimmten Freiräume be­wegen und entwickeln.

 

Baby krabbelt die Treppe hoch.

Im Freien

Wenn Ihr Kind schon laufen kann, wird es sich auch außerhalb Ihres Zuhauses freier bewegen. Es betrachtet die Welt draußen nun nicht mehr vom Kinderwagen, aus dem Tragetuch oder von Ihrem Arm aus. Jetzt kann es sich selbst in Bewegung setzen und die Welt um sich herum erforschen. Stufen oder Abhänge können ihm nun gefährlich werden. Auch Dinge, die am Boden liegen, wie z. B. Glasscherben, Zigarettenkippen oder rostige Nägel. Die möchte Ihr Kind gern aufheben und untersuchen. Und das gerne auch mit dem Mund. Schreiten Sie hier so­fort ein. Machen Sie deutlich, dass nicht alles aufgehoben werden darf. Beim Verschlucken droht Lebensgefahr und auch beim Anfassen kann es sich verletzen.

Begegnung mit Hunden

Bei Begegnungen zwischen kleinen Kindern und Hunden ist besondere Vorsicht geboten. Beobachten Sie Ihr Kind: Geht es auf Hunde zu oder reagiert es eher ängstlich? Wenn es neugierig ist, zeigen Sie ihm, dass es sich Hun­den immer langsam und vorsichtig nähern muss. Lassen Sie Ihr Kind keine fremden Hunde streicheln, ohne vorher mit der Hundebesitzerin oder dem Hundebesitzer ge­sprochen zu haben. Wenn Ihr Kind Angst hat, bringen Sie es außer Reichweite des Hundes. Scheuen Sie sich auch nicht, Menschen mit Hunden darum zu bitten, ihr Tier an die Leine zu nehmen.

Lassen Sie Ihr Kind keine fremden Tiere ohne vorherige Absprache anfassen.