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Draußen spielen

Beitrag aus:
Elternbrief 6
11-12 Monate

Im Sommer wird Ihr Kind nun draußen nicht mehr nur im Buggy oder in der Trage sitzen wollen: Es möchte sich auch bewegen und spielen. Im Park, auf dem Spielplatz, auf einer Grünfläche nahe Ihres Zuhauses kann auch Ihr Krabbelkind anfangen, die Welt zu erkunden. Das geht natürlich nur, wenn Sie dabei sind oder eine andere verantwortungsvolle Person anwesend ist.

Sandspielsachen wie Eimer, Schaufel und ein paar Förmchen sowie ein Plastikball sind gute Anschaffungen für das Spielen im Freien. Viele Kinder lieben es zu schaukeln. Schaukeln fördert ihre Körperwahrnehmung und Koordination. Vielleicht haben Sie ja sogar die Möglichkeit, im Freien eine Schaukel aufzuhängen. Allerdings sollte es jetzt noch eine Kleinkindschaukel sein, aus der Ihr Kind nicht herausfallen kann.

Bewegungsspiele

Auch hier sei zunächst ein Klassiker genannt: der Ball. Ein mittelgroßer Stoffball, der gut rollt, regt Ihr Kind zur Be­wegung an: Es will ihn ja schließlich zu fassen bekommen.

Das richtige Ballspielen mit Hin- und Herrollen fällt aller­dings vielen Kindern im Alter von 10 bis 12 Monaten noch schwer: Sie möchten den Ball, wenn sie ihn erst einmal in den Händen halten, nicht wieder hergeben. Mit der Zeit wird Ihr Kind jedoch zunehmend darauf vertrauen, dass der Ball wieder zu ihm zurückkommt. Es lernt dabei etwas Wichtiges: Geben und Nehmen.

Wenn Ihr Kind laufen lernt, sind Schieb- oder Nachzieh­figuren, die an einer Schnur oder einer Stange befestigt sind, eine gute Anschaffung. Fahrzeuge zum Schieben, wie etwa ein Laster oder eine Holzlokomotive, sind auch schon für Krabbelkinder geeignet. Wahrscheinlich wird Ihr Kind lange daran Freude haben.

Spielen = Geben und Nehmen

Planschen – aber sicher!

Wenn Sie die Möglichkeit haben, an besonders heißen Tagen ein Planschbecken aufzustellen, ist das eine feine Sache. Aber auch eine halb gefüllte Babybadewanne mit ein paar Sandförmchen oder Schwimmtieren kann Ihrem Kind sehr viel Spaß machen.

Wichtig: Beim Planschen dürfen Sie Ihr Kind niemals aus den Augen lassen! Denn kleine Kinder heben nicht auto­matisch ihr Köpfchen, wenn dieses unter Wasser gerät. Das heißt, ein Kind kann auch in sehr flachem Wasser ertrin­ken. Auch wenn es schon sitzen oder sogar stehen kann. Entgegen der typischen Darstellung in Filmen ertrinken Menschen meist schnell und lautlos. Sie schreien häufig nicht laut um Hilfe.

Kleine Kinder im und am Wasser immer beaufsichtigen!

Cremen Sie Ihr Kind mit einer Kindersonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor ein. Ein Sonnenhütchen/ Eine Sonnenkappe mit Nackenschutz ist ebenfalls wichtig. Zusätzlichen Schutz bieten auch langärmelige Oberteile mit UV-Schutz. Ein Sonnenschirm mit UV-Schutz spendet ebenfalls Schatten und schützt Ihr Kind. Denn: Jeder Son­nenbrand im Kindesalter erhöht das Risiko, später einmal an Hautkrebs zu erkranken.

"Aus der Bahn!" – Schnelle Flitzer unterwegs

Besonders beliebt bei Kindern ab 1 Jahr sind sogenannte Rutschautos und andere Fahrzeuge. Dies sind Fahrzeuge oder Tiere mit Rollen und einer Sitzfläche, auf die sich das Kind setzen kann. Die meisten Rutschautos sind zwar un­verwüstlich, haben aber den Nachteil, dass ihre Räder auf gepflasterten Wegen sehr viel Lärm machen. Mittlerweile gibt es Rutschautos aber auch mit sogenannten Flüsterrä­dern, die für dieses Problem Abhilfe schaffen.

Die Kleinen stoßen sich bei allen Fahrzeugen mit den Füßen ab und können sich damit so relativ schnell vorwärtsbewe­gen. Ziehen Sie Ihrem Kind dafür am besten immer geeig­nete Schuhe an. Barfuß oder mit offenen Sandalen kann es sich gerade beim Bremsen schnell verletzen. Beachten Sie, dass die Schuhe durch das Bremsen vorne schnell abgerie­ben werden und dadurch kaputtgehen können. Das heißt, die Schuhe sollten robust sein. Gut geeignet sind Gummi­stiefel oder bereits abgenutzte Schuhe, die kaputtgehen dürfen. Es gibt auch Überzieher für die Schuhe.

Kind sitzt in einem roten Kinderspielzeugauto