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Die U6

Beitrag aus:
Elternbrief 5
9-10 Monate

Die U6 ist die letzte Untersuchung im Säuglingsalter. Sie und Ihr Kind haben also schon eine ganze Menge geschafft. Schreiben Sie sich am besten wieder Ihre Fragen auf und vergessen Sie bitte das Vorsorgeheft und den Impfpass Ihres Kindes nicht.

Die Vorsorgeuntersuchung U6 ist zum Abschluss des Säug­lingsalters zwischen dem 10. und dem 12. Monat vorgesehen. Hauptaugenmerk der Kinderärztin oder des Kinderarztes liegt auf der Prüfung der Feinmotorik sowie des sozialen Verhaltens. Gegebenenfalls werden auch die Impfungen vervollständigt.

Bei der U6 werden Größe, Kopfumfang und Gewicht des Kindes gemessen und Organe und Reflexe überprüft. Es werden Herzfunktion, Atmung sowie Hals, Nase und Ohren untersucht. Und es werden die motorischen Fähigkeiten (Sitzen, Krabbeln) und die Sprachentwicklung (zweisilbige Wörter wie „dada“, Imitieren von Lauten) überprüft. Zudem werden das Spielverhalten (Greifen eines Gegenstands, Tes­ten der Reaktion auf einfach Aufforderungen) kontrolliert.

Die nächste Vorsorgeuntersuchung findet dann erst wieder im nächsten Jahr statt. Sie werden im kommenden Jahr wahrscheinlich nur noch bei akuten Erkrankungen Ihres Kindes und damit nicht mehr so oft in der Praxis sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Fragen und Beobachtun­gen zur Entwicklung Ihres Kindes aufzuschreiben und die Notizen mitzunehmen.

Auffrischungsimpfungen

Möglicherweise sind Auffrischungsimpfungen notwendig, die dann gleich vereinbart oder durchgeführt werden können. Ab 12 Monaten wird die Impfung gegen Menin­gokokken C empfohlen. Zwischen dem 11. und 14. Monat sollte die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln und ggf. Windpocken erfolgen. Diese ist Pflicht, wenn Ihr Kind in einer Betreuungseinrichtung ist.

Wenn Sie in einem FSME-Risikogebiet wohnen und sich viel und gerne drau­ßen aufhalten, können Sie auch schon über eine FSME-Impfung nachdenken. FSME ist ein von Zecken übertrage­nes Virus, welches das Nervensystem angreift. Die Impfung kann ab dem 1. Geburtstag erfolgen. Da Kinder gern in der Natur spielen, ist für sie das Risiko größer, von einer Zecke gebissen zu werden. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.