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Elternzeit und/oder Beruf
Ihr Kind wird größer und jeden Tag selbstständiger. Überlegen Sie schon, wie Sie Kindererziehung und Beruf in Einklang bringen können?
Die Gestaltung der Elternzeit ist sehr individuell. Es kommt ganz darauf an, wie Sie sich als Familie organisiert haben. Einige Eltern teilen sich die Betreuung ihres Kleinkindes, sodass jeder von beiden den Kontakt zum Berufsleben behalten kann. In anderen Familien ist ein Elternteil für einen längeren Zeitraum hauptsächlich für die Kindererziehung und den Haushalt zuständig. Der andere Elternteil ist überwiegend für den Erwerb des Familieneinkommens verantwortlich.
Oder ein Elternteil war die ersten Monate in Elternzeit und wechselt sich dann mit dem anderen Elternteil ab. Gemeinsam können beide Elternteile einen Monat Elternzeit nehmen.
Einelternfamilien haben oft nicht die Möglichkeit, sich mit dem anderen Elternteil bei dieser Frage abzustimmen. Sie sind meistens stärker belastet. Das Organisieren des Alltags muss oft alleine bewältigt werden. Ihnen stehen als alleinerziehendem Elternteil aber viele verschiedene Hilfsangebote zur Verfügung.
Für einige Kinder beginnt nun bald die Zeit in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater. In anderen Familien betreuen die Großeltern oder andere Bezugspersonen tageweise das Kind.
Für Einelternfamilien gibt es zahleiche Unterstützungsangebote.
Veränderungen können herausfordernd sein
Egal wie Sie sich bisher als Familie organisiert haben: Steht eine Änderung bevor, wird das sicher mit einigen Herausforderungen verbunden sein. Wieder gilt es, den Alltag neu zu strukturieren und in die veränderten Rollen zu finden. Das ist nicht immer einfach.
Sie haben sich dafür entschieden, dass jeweils einer von Ihnen hauptsächlich für Haushalt und Kindererziehung zuständig ist? Dann können sich Unterschiede bei der Kindererziehung ergeben. Für Ihr Kind stellt das in der Regel kein Problem dar. Es versteht meist sehr schnell, welche Regeln gerade gelten.
Sie als Eltern kann das jedoch vor eine besondere Herausforderung stellen. Einige Dinge müssen neu organisiert werden. Treffen Sie hierzu rechtzeitig klare Absprachen. Sprechen Sie möglichst offen darüber, was für Sie besonders wichtig ist oder warum Sie sich über bestimmte Dinge ärgern.
Trotz aller Absprachen ist es wahrscheinlich, dass Ihre Partnerin oder Ihr Partner den Alltag ganz anders organisiert, als Sie es machen würden. Dies gilt auch für die Haushaltsführung. Das ist ganz normal. Schließlich sind Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner verschiedene Personen, die unterschiedlich an die Dinge herangehen. Auch für Sie beide kann die veränderte Aufgabenteilung ein Gewinn sein. Sie lernen viel über den Alltag des anderen. Ihr Kind hat so die Chance, mit seiner Mutter oder seinem Vater viel intensiver als bisher zusammen zu sein.
Auch wenn sich bei Ihnen in der Aufteilung gerade nichts verändert hat, ist der Alltag sicher weiter mit Herausforderungen verbunden. Viele Eltern versuchen, nach der Arbeit noch "etwas nachzuholen". Sie sind nach einem langen Arbeitstag vielleicht müde und erschöpft und versuchen dann trotzdem noch, möglichst viel im Haushalt zu helfen. Gleichzeitig möchten Sie sich intensiv dem Kind widmen. Das kann schnell zu viel werden. Der andere Elternteil ist aber vielleicht ebenso erschöpft von einem langen und anstrengenden Tag mit den Kindern. In dieser Situation kann es verständlicherweise schnell zu Streit kommen.
Sollten Sie diesen nicht mehr alleine lösen können, können Sie sich an verschiedene Beratungsstellen wenden. In Ihrer Nähe gibt es z. B. Erziehungsberatungsstellen oder eine KoKi-Fachstelle (Koordinierende Kinderschutzstellen – Netzwerk frühe Kindheit). Es gibt auch Online-Beratungsangebote wie die bke-Onlinberatung, falls Sie sich ohne Fahrtwege beraten lassen möchten.
Die KoKi
Die Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi) – Netzwerk frühe Kindheit bieten werdenden Eltern und Eltern mit Kindern bis 3 Jahren kostenfrei Beratung und Hilfe an. Zudem kann eine KoKi-Fachstelle über bestehende Angebote informieren und Familien an ein passendes Unterstützungsangebot weitervermitteln. Der BayernAtlas hilft Ihnen, die KoKi-Stelle in Ihrer Nähe zu finden.
