Läusealarm gibt es typischerweise dort, wo viele Kinder zusammen sind. Sie stecken beim Spielen die Köpfe zusammen, sie umarmen sich oder toben. Es kommt also zu direktem Körperkontakt, und genau das ist es, was die kleinen Sauger brauchen. Denn Läuse springen nicht, sondern wandern von Kopf zu Kopf. Deshalb sind Gemeinschaftseinrichtungen für Läuse die besten Brutstätten.
Läusebefall hat nichts mit Hygiene zu tun. Läuse wandern von einem gewaschenen Kopf genauso gerne auf einen ungewaschenen. Dabei ist es auch egal, ob die Haare lang oder kurz, gelockt oder glatt sind. Kopfläuse leben nicht vom Schmutz, sondern vom Blut.
Die kleinen schwarzen Parasiten werden etwa 0,3 cm groß und sind mit bloßem Auge erkennbar. Sie setzen sich bevorzugt am Haaransatz im Nacken oder an den Schläfen fest, und auch hinter den Ohren nisten Läuse gern. Sie haben keine Flügel, sondern drei Paar Beine, mit denen sie sich gut an den Haaren festhalten und sich fortbewegen können.
Sie nehmen mehrmals täglich Blut als Nahrung auf. Dabei tritt ihr Speichel in die Wunde ein, was den typischen Juckreiz hervorruft. Kopfläuse übertragen in unseren Breiten keine Krankheitserreger. Sie verbreiten sich aber leicht weiter, falls dies nicht verhindert wird.
Keine Panik! Läuse sind zwar wirklich sehr unangenehm, aber ungefährlich und lassen sich gut behandeln.
Nissenkämme aus Metall sind geeigneter als Kämme aus Plastik, weil die Zacken enger beieinander stehen.
Läuse kleben ihre winzigen weißen Eier, die Nissen, etwa einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt an einem einzelnen Haar fest. Im Gegensatz zu den Läusen selbst sind diese Nissen oft schwer zu erkennen. Sie unterscheiden sich von Kopfschuppen dadurch, dass sie nicht einfach ausgeschüttelt werden können. Eine von Läusen befallene Stelle juckt sehr. Nicht selten kratzen sich betroffene Kinder dort blutig.
Die Larven der Läuse schlüpfen nach etwa 8 bis 10 Tagen und sind nach weiteren 8 bis 12 Tagen geschlechtsreif. Deshalb können sich Kopfläuse sehr schnell vermehren, da ungefähr alle 3 Wochen eine neue Generation entsteht. Die Eiablage von Kopfläusen hängt von der Blutaufnahme ab. Ohne Mahlzeit werden keine entwicklungsfähigen Eier mehr produziert und die Laus trocknet aus. Läuse können also auf Gegenständen oder Teppichen nicht lange überleben.
Wenn Ihr Kind betroffen ist, müssen Sie dies in der Einrichtung melden. Die Einrichtung wird einen anonymen Aushang machen und so die anderen Eltern über einen Läusebefall informieren. Sie sollten auch den Eltern der Spielfreundinnen und Spielfreunde Bescheid sagen. Denn ist einmal ein Fall aufgetreten, bekommt man den Läusebefall nur gemeinsam wieder in den Griff.
Auch das Gesundheitsamt muss von der Einrichtung laut Infektionsschutzgesetz darüber informiert werden. Je nach Einrichtung kann dann ein Nachweis darüber verlangt werden, dass Sie als Eltern mit einer Behandlung 18 begonnen haben und dass vom Kind keine Gefahr der Ansteckung mehr ausgeht. So darf Ihr Kind bereits nach Beginn der Behandlung wieder die Gemeinschaftseinrichtung besuchen.
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