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Freizeitgestaltung

Beitrag aus:
Elternbrief 16
4,5–5 Jahre

Mit fortschreitendem Alter des Kindes halten vielleicht auch neue Freizeitgestaltungen und Hobbys Einzug in den Familienalltag. Die einen gehen zum Theaterspielen, andere ins Kinderturnen, zum Fußball oder zum Tanzen. Und manche gehen auch mehreren Aktivitäten nach.

Um herauszufinden, für welchen Bereich sich Ihr Kind in­teressiert, können Sie in unterschiedliche Bereiche hinein­schnuppern. Das geht bei Probestunden oder an Tagen der offenen Tür.

vier Kinder basteln Tüten mit Eulenmotiven drauf

Warum sind Hobbys gut?

Hobbys haben viele Vorteile für Kinder. Sie lernen beispielsweise, sich eine längere Zeit auf etwas zu konzentrieren. In den regelmäßig stattfindenden Kur­sen lernen sie neue Kinder kennen. Besonders für schüchterne Kinder ist das förderlich. Indem sie etwas machen, was ihnen Spaß macht, können sie ihr Selbst­bewusstsein stärken.

Darüber hinaus lernen Kinder, dass es gewisse Regeln gibt, die eingehalten werden müssen. Diese Regeln hel­fen ihnen, ein Verständnis für Fairness und auch für Res­pekt zu entwickeln.

Nehmen Sie eine leere Papprolle, kleben Sie ein Ende zu und füllen Sie trocke­nen Reis oder Linsen hinein. Kleben Sie das andere Ende zu. Fertig ist die Rassel.

Beschäftigungen in der Familie

Nicht immer muss es ein organisierter Kurs sein. Viel kön­nen Sie auch gemeinsam mit Ihrem Kind selbst machen:

  • Kreatives Gestalten: Basteln Sie gemeinsam mit Mate­rialien wie Papier oder Stoffresten. Malen, kleben oder modellieren Sie zusammen. Das fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch die Feinmotorik.
  • Sport und Bewegung: Bewegung ist wichtig für die Entwicklung. Dafür braucht es nicht zwingend eine Mitgliedschaft in einem Sportverein. Sie können auch gemeinsam mit Ihrem Kind im Park Fußball spielen oder kleine Radtouren unternehmen. Auch Yoga oder Tanzen zu Hause sind tolle Möglichkeiten, um aktiv zu bleiben.
  • Lesen und Vorlesen: Bücher sind eine Schatzkiste voller Fantasie. Gehen Sie z. B. regelmäßig in die Bibliothek und entdecken Sie gemeinsam neue Geschichten. Lesen Sie Ihrem Kind vor oder lassen Sie es selbst die Welt der Bücher erkunden. Ein Büchereiausweis ist für Kinder in der Regel kostenfrei.
  • Musikalische Experimente: Sie können gemeinsam mit Ihrem Kind singen oder Sie machen Musik mit Alltags­gegenständen. Dabei steht der Spaß im Vordergrund.
  • Gemeinsames Spiel: Nehmen Sie sich Zeit für gemein­same Spiele. Ob Kartenspiele, Brettspiele oder Puzzles, das Spielen fördert die Konzentration, das logische Denken und stärkt die Familienbindung. Spiele können Sie auch in der Bücherei ausleihen.

Kostengünstige Angebote

Kostengünstige Kurse zu unter­schiedlichen Themen bieten bei­spielsweise die Familienbildungs­stätten oder die Volkshochschulen an. Die Programme finden Sie online oder direkt vor Ort.

Über Kommunen oder Vereine lassen sich Spielgeräte für den Park ausleihen. Oft bieten Ge­meinden Programme oder Work­shops zu bestimmten Themen für Kinder an, die kostengünstig oder sogar kostenlos sind.

Freiräume schaffen

Es ist schön, wenn Ihr Kind eine besondere Vorliebe für etwas hat oder sogar schon ein Hobby entwickelt. Trotz­dem sollten Kinder im Alltag nicht mit einer Fülle von verschiedenen Aktivitäten überfordert werden.

Auch für Ihr Kind kann die Zeit, die es im Kindergarten verbringt, anstrengend sein. Es muss sich den ganzen Tag in eine Gruppe einfügen, ständig ist es mit Spiel- oder Lernaktivitäten beschäftigt. Im Grunde genommen ist der Kindergarten der „Arbeitsplatz“ Ihres Kindes.

Nachmittags darf auch ruhig mal nichts auf dem Programm stehen.

Sie können versuchen, Ihren Alltag etwas zu entzerren. Ihr Kind versäumt nichts, wenn es nicht jeden Tag eine andere Aktivität außer Haus verfolgt. Im Gegenteil, durch ein stän­diges Programm verlernt es, sich selbst zu beschäftigen, und langweilt sich in den vermeintlichen „Leerlaufphasen“.

Den Terminkalender nicht zu voll packen

Der Terminkalender Ihres Kindes sollte überschaubar bleiben. Natürlich ist dies immer abhängig davon, wie viel und wie lang Ihr Kind außerhalb der Familie betreut wird und wie viel Energie es nach dem Kindergarten noch hat.

Um Ihrem Kind zu zeigen, wann welche Aktivitäten statt­finden, gibt es z. B. Magnettafeln oder Pinnwände, an die sich je nach Wochentag Symbolbilder für die unterschied­lichen Tätigkeiten pinnen lassen. So sieht es z. B., dass es am Montag nach dem Kindergarten von der Oma geholt wird und am Dienstag in den Schwimmkurs geht.

Familie mit Kind und Baby.

Ruhepausen und entspannte Zeit

Kinder brauchen unverplante Zeit. Diese verbringen sie gerne entspannt mit den Eltern oder auch mit ihren Freun­dinnen und Freunden. Etwas ohne Termindruck zu unter­nehmen, entspannt Eltern und Kinder gleichermaßen.

Gönnen Sie deshalb Ihrem Kind am Nachmittag nach dem Kindergarten genügend Pausen. Vielleicht möchte Ihr Kind dann einfach ganz ruhig ein Bild malen oder ein Puzzle legen. Oder es möchte noch auf dem Spielplatz toben.