Egal, wie Sie Ihr Kind zu Hause erleben, es kann sein, dass es sich in einer Gruppe von Kindern ganz anders verhält, als Sie es gewohnt sind. Der Kindergarten oder auch die nachmittägliche Sportstunde im Verein geben einem Kind die Möglichkeit, auch andere Rollen im täglichen Miteinander auszuprobieren und daraus zu lernen.
Gerade wenn ein Kind neu in der Gruppe ist, muss es sich erst an den anderen Kindern orientieren. Später hat es dann vielleicht seinen eigenen Freundeskreis. Es kann sich zur Anführerin oder zum Anführer entwickeln oder eher Vermittlereigenschaften an den Tag legen. Vielleicht bringt es andere auch gern zum Lachen.
Im Kindergarten werden Sie vieles über Ihr Kind erfahren, was Ihnen vielleicht neu ist. Vielleicht ist Ihr ansonsten ruhiges Kind im Kindergarten sehr quirlig. Vielleicht ist es aber auch gerade umgekehrt und Ihr aktives Kind nimmt sich in der Gruppe eher zurück und gilt dort sogar als schüchtern.
Besonders Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen, können in einer Gruppe von Gleichaltrigen Charakterzüge zeigen, für die zu Hause wenig Raum ist.
Die hier vorgestellten Eigenschaften sind natürlich keine „Reinformen“. Ein Kind kann selbstbewusst sein und auch albern. Oder je nach Tagesform an einem Tag eher anhänglich und vorsichtig, am nächsten Tag recht wild und lustig.
Frische Luft und Bewegung helfen beim Entspannen.
Manche Kinder verhalten sich wie kleine Clowns und versuchen, immer im Mittelpunkt zu stehen. Sie machen Witze, bringen andere durch ihr Verhalten gerne zum Lachen und können oftmals nur sehr schwer ernst bleiben.
Manchmal werden Kinder auch albern, wenn sie sich langweilen oder überdreht sind, z. B. durch Reizüberflutung oder Übermüdung. Dann sind sie schwer zu bändigen und brauchen eigentlich eine Möglichkeit, um überschüssige Energie loszuwerden oder um neue Energie zu tanken.
Selbstbewusste Kinder fallen meist schneller auf als schüchterne Kinder. Sie wirken auf den ersten Blick mutiger, probieren gerne neue Sachen aus und übernehmen gerne Aufgaben. Sie fordern eher etwas für sich selbst ein und kennen oftmals ihre eigenen Bedürfnisse. Sie wissen in vielen Situationen, was sie mögen und was nicht, was sie wollen oder brauchen. Selbstbewusstsein lässt sich ein Stück weit trainieren und stärken.
Schüchterne Kinder sind außerhalb ihrer vertrauten Umgebung oft sehr unsicher. Es fällt ihnen vielleicht schwer, vor anderen zu sprechen. Schüchterne Kindern vermeiden es oftmals, mit anderen Kindern oder Erwachsenen Kontakt aufzunehmen. Bei Konflikten ziehen sie sich eher zurück.
Schüchterne Kinder sind manchmal lärmempfindlich und haben darum auch wenig Freude an lauten oder wilden Spielen. Manche stehen lieber abseits, um das Geschehene um sie herum aus sicherer Entfernung beobachten zu können. Sie haben meist weniger Freundschaften, dafür sind diese dann aber sehr eng und verlässlich.
Ein Kind, das sich aggressiv verhält, kann zum einen körperlich aggressiv sein, indem es schubst, haut oder beißt oder anderen Kindern häufig etwas wegnimmt. Manche Kinder richten ihre Aggression auch gegen sich selbst. Es kann aber auch schreien oder fluchen und andere beleidigen.
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