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Sprachstörungen

Beitrag aus:
Elternbrief 15
4-4,5 Jahre

Eine Sprachstörung, was ist das eigentlich? Wie können Eltern helfen? und welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Eine Mutter und ihr kleiner Sohn sind im Park und stecken die Nasen aneinander

4 unterschiedliche Bereiche der Sprache können von Störungen betroffen sein:

  • Aussprache: Bestimmte Aussprachefehler oder Lautbildungsprobleme, vor allem bei „s“, „sch“ und „r“, sind bei den Sprachstörungen am häufigsten vertreten.
  • Sprachverständnis: Von einem verminderten Sprachverständnis spricht man, wenn ein Kind Begriffe und Sätze nicht versteht, die es aufgrund seines Alters kennen sollte.
  • Wortschatz: Kinder mit eingeschränktem Wortschatz wissen oftmals nicht die richtige Bezeichnung für ver­schiedene Dinge, die sie eigentlich aufgrund ihres Alters kennen sollten.
  • Satzbau und Grammatik: Die betroffenen Kinder wen­den die grammatikalischen Regeln nicht dem Alter entsprechend oder nicht richtig an.

Wie können Eltern helfen?

Unabhängig von der Art der Schwierigkeiten gibt es einiges, was Sie im alltäglichen Umgang mit Ihrem Kind tun können:

  • Sprechen Sie langsam mit Ihrem Kind und schauen Sie es dabei an, damit es die richtige Aussprache beobach­ten kann.
  • Frustrieren Sie Ihr Kind nicht. Lachen oder Kritik sind sehr kränkend. Machen Sie das auch der Familie und dem Freundeskreis bewusst.
  • Loben Sie Ihr Kind, wenn es richtig gesprochen hat. Vergessen Sie aber auch den Inhalt nicht. Ihr Kind soll nicht das Gefühl bekommen, dass die eigentliche Mit­teilung Sie nicht interessiert.
  • Sie helfen Ihrem Kind, wenn Sie seine Aussagen in rich­tiger Aussprache oder Formulierung wiederholen oder ihm Fragen in richtiger Form stellen.
  • Wenn Sie Ihrem Kind Bücher vorlesen und darüber spre­chen, helfen Sie ihm, seinen Wortschatz zu erweitern.

 

Fördermöglichkeiten

Wenn Sie vermuten, Ihr Kind leidet vielleicht an einer Sprachentwicklungsstörung oder -verzögerung, sollten Sie frühzeitig mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt sprechen. Spricht Ihr Kind undeutlich, wird die Kinderärztin oder der Kinderarzt einen Hörtest machen, um auszuschließen, dass es ein Problem mit den Ohren gibt.

Oftmals ist es schwierig, sofort einen Logopädie- Termin zu be­kommen. Lassen Sie sich auf Wartelisten verschiedener Praxen setzen.

Häufig wird dann eine logopädische Behandlung verschrieben. Diese Art der Therapie ist spielerisch gestaltet, um das Kind zu motivieren und den Lernprozess so angenehm wie möglich zu gestalten. Logopädinnen und Logopäden verwenden Spiele und Übungen, um die Mundmotorik zu verbessern und Wortschatzprobleme zu behandeln.

Auch Sie als Eltern werden wahrscheinlich eingebunden und bekommen Sprach- und Sprechübungen, um mit Ihrem Kind auch zu Hause üben zu können.