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Sehschwäche

Beitrag aus:
Elternbrief 15
4-4,5 Jahre

Ihr Kind beschäftigt sich mit zunehmendem Alter im­mer mehr mit kleinteiligen Dingen. Es spielt mit klei­nen Bausteinen, fädelt kleine Perlen auf eine Schnur, es malt, schneidet und bastelt. Wenn Ihr Kind nun schlecht sieht, ist dies für Ihr Kind problematischer als noch vor einem Jahr.

Ein Junge sitzt auf einer Bank und ist einen Apfel und hält eine Banane in der Hand

Ist eine Brille notwendig?

Kinder können allerdings oft nicht ausdrücken, dass sie Sehprobleme haben. Sie kennen ja den Unterschied zu gut sehenden Kindern oder Erwachsenen nicht. Achten Sie deshalb auf Anzeichen wie häufiges Blinzeln, Augen­ reiben, Kopfschmerzen oder Schwierigkeiten beim Erken­nen von Bildern.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind nicht gut sieht, sprechen Sie dies z. B. im Rahmen einer U-Unter­suchung bei Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt an. Im Zweifelsfall wird die kinderärztliche Praxis Ihr Kind zur Abklärung an eine Augenärztin bzw. einen Augenarzt überweisen.

Wenn Ihr Kind schielt, lassen Sie dies ebenfalls bald ab­klären. Unbehandelt kann Schielen zu Sehstörungen, Kopfschmerzen oder einer Verschlechterung des räum­lichen Sehens führen.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für Brillen­gläser bei Kindern und Jugendlichen, nicht aber für das Gestell.

So wird der Sehtest für Kinder durchgeführt

Der Sehtest für Kinder, die noch nicht lesen können, wird mit Bildern durchgeführt. Sollte sich wirklich herausstel­len, dass Ihr Kind unter einer Sehschwäche leidet, kann es eine Brille verschrieben bekommen. Die Brillengläser wer­den von der Augenärztin oder dem Augenarzt verordnet.

Die Kinderbrille sollte gut passen und bequem sein. Achten Sie auf flexible, robuste und leichte Materialien, die für Kinder geeignet sind. Die Gläser sollten aus bruch­sicherem Kunststoff bestehen. Denn mit Sicherheit wird die Kinderbrille auch das ein oder andere Mal am Boden landen. Ein festes Etui schützt die Brille vor Beschädigung und Verschmutzung.

Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es seine Brille vorsichtig richtig auf- und absetzt und wie es sie sauber hält.

So können Sie Ihrem Kind dabei helfen, sich an die Brille zu gewöhnen

  • Erklären Sie Ihrem Kind, warum es eine Brille tragen muss.
  • Suchen Sie gemeinsam ein Brillenmodell aus, das Ihrem Kind gefällt.
  • Bestärken Sie Ihr Kind darin, wie toll die neue Brille ist.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind andere Menschen aus der Familie und dem Freundeskreis, die ebenfalls eine Brille tragen.
  • Besorgen Sie Kinderbücher oder Hörspiele und finden Sie so einen Gesprächsanlass und auch positive Vorbilder zum Thema.
  • Und ganz wichtig: Es kann eine Weile dauern, bis sich Ihr Kind an das Tragen einer Brille gewöhnt hat. Ermutigen Sie Ihr Kind, die Brille regelmäßig zu tragen, und erklären Sie ihm, dass diese ihm hilft, besser zu sehen.