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Schlafenszeit

Beitrag aus:
Elternbrief 14
3,5-4 Jahre

Das Zubettgehen ist in vielen Familien ein schwieriges The­ma. Die meisten Kinder wollen abends noch nicht ins Bett, obwohl ihnen eigentlich längst die Augen zufallen. Denn wenn es Zeit zum Schlafen ist, fällt dem Kind noch etwas ein. Der Bauernhof muss noch fertig gebaut, das Puppen­haus noch schnell umgeräumt oder ein Bild für Oma ge­malt werden. Plötzlich ist der große Hunger da. Am Abend laufen viele Kinder noch einmal zur Hochform auf.

Familie unter der Bettdecke, die Füße mit Zehen schauen unter der Bettdecke hervor

Schlafdauer

Der Schlafbedarf ist von Kind zu Kind komplett unterschied­lich. Es gibt 4-jährige Kinder, die pünktlich um 19 Uhr ins Bett gehen und morgens aus dem Tiefschlaf geweckt wer­den müssen. Andere wiederum sind um 22 Uhr noch wach und stehen morgens um 6 Uhr ausgeschlafen wieder auf. Manche Kinder brauchen in diesem Alter noch einen Mit­tagsschlaf, andere schon seit Längerem nicht mehr.

Sie wissen inzwischen, welcher „Schlaftyp“ Ihr Kind ist, wann es in der Regel müde ist und wie viel Schlaf es braucht. Es bringt wenig, ein 4-jähriges Kind abends um 19 Uhr ins Bett zu bringen, obwohl es eigentlich erst um 21 Uhr müde wird.

Die Einschlafvorbereitung

Bei der Einschlafvorbereitung hat jedes Kind unterschied­liche Bedürfnisse. Manche Kinder brauchen abends vor dem Einschlafen einen ruhigen Ablauf. Sie möchten viel­leicht noch gemeinsam auf der Couch kuscheln und dort ein Buch anschauen oder etwas anhören.

Andere genießen es, vor dem Schlafen noch etwas allei­ne zu spielen. Sie ziehen sich zurück, puzzeln vielleicht, malen etwas oder spielen mit ihren Spielzeugautos oder Kuscheltieren.

Wieder andere müssen noch etwas Energie loswerden und wollen sich dafür noch eine Runde austoben mit einer kleinen Kissenschlacht oder einem lustigen Tanz.

Positives Ausklingenlassen des Tages kann helfen

Im Bett kann es Ihrem Kind beim Zur-Ruhe-Kommen hel­fen, wenn Sie gemeinsam auf den Tag zurückblicken.

Dafür können Sie als Eltern aufzählen, was Ihr Kind in Ih­ren Augen Tolles gemacht hat am Tag. „Ich fand es super, dass du heute schon alleine deine Jacke zugemacht hast.“ Oder: „Ich habe mich sehr gefreut, dass du mir etwas von deiner Schokolade angeboten hast.“ Kinder genießen diese positiven Verstärkungen. Diese lassen das kindliche Selbstbewusstsein wachsen. Oder Sie fragen Ihr Kind, was ihm selbst am Tag gut gefallen hat, worauf es stolz ist. So lernt es, mit einem positiven Rückblick und guten Gedanken einzuschlafen.