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Mit links oder rechts?
Haben Sie schon einmal darauf geachtet, ob Ihr Kind lieber mit der rechten oder linken Hand malt, schneidet und bastelt? Anfangs wechseln Kinder die Hand noch oft und testen, mit welcher Hand sie Dinge lieber machen. Meist legen sich Kinder spätestens im Kindergartenalter auf eine bevorzugte Hand fest.
Linkshändig
Sie können Ihrem Kind im Alltag vieles erleichtern, indem Sie Gebrauchsgegenstände wie Bastelschere, Lineal und später Schreibgeräte speziell für Linkshänder besorgen. Diese finden Sie z. B. in vielen Schreibwarenläden oder auch online.
Eines jedoch sollten Sie auf keinen Fall tun: Ihr linkshändiges Kind auf Rechtshändigkeit umtrainieren. Dies wird als schädlich für die Entwicklung eines Kindes angesehen.
Die Händigkeit eines Menschen ist eng mit der Tätigkeit seiner beiden Gehirnhälften verknüpft. Der Zwang, dies umzulernen, kann ein Kind in seiner motorischen Entwicklung stören. Dadurch kann sein Selbstbewusstsein stark geschwächt werden. Denn Vorgänge, die es bis dahin schon gut erlernt hat, klappen plötzlich überhaupt nicht mehr.
Es ist auch möglich, dass sich ein zum Umlernen gezwungenes Kind in seiner geistigen und emotionalen Entwicklung schwerer tut als ein Kind, das sich so entwickeln darf, wie es eben ist: links-, rechts- oder beidhändig.
Beidhändig
Manche Kinder sind beidhändig. Sie benutzen beide Hände abwechselnd für die gleichen Tätigkeiten. Manche verwenden die eine Hand eher für grobmotorische, die andere für feinmotorische Tätigkeiten. Oder ein Kind benutzt den Stift mit der linken Hand, schießt den Fußball aber mit dem rechten Fuß.
Wenn nicht sicher ist, welche Hand Ihr Kind bevorzugt, können Sie dies auch testen lassen. Suchen Sie dafür das Gespräch mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt. Sie oder er wird Ihr Kind nach Bedarf für einen Test an eine Ergotherapiepraxis überweisen.
