Kleine Kinder lieben Gesellschaftsspiele. Vor allem einfache Karten- und Bildlegespiele lernen sie ziemlich schnell. Mit der Zeit entdecken sie auch immer mehr Brettspiele, am besten solche mit Farbwürfeln, für sich. Diese Art von Spielen mögen Kinder besonders gern, weil sie mit der ganzen Familie gespielt werden können. Aber was passiert, wenn ein Elternteil oder Geschwisterkind schon wieder gewonnen hat?
In so einem Fall kann es gut sein, dass – je nach Temperament – Tränen fließen oder ein Gefühlsausbruch droht. Spielbretter werden quer durchs Zimmer geworfen und die Figuren gleich hinterher. Ihr Kind brüllt vielleicht sogar: „Ihr seid alle doof!“, verlässt wutschnaubend den Raum und knallt die Tür zu. Oder es sitzt tieftraurig in der Ecke und will nicht mehr mitspielen.
Oftmals ist es das klassische Memo-Spiel, bei dem die Kleinen den Großen haushoch überlegen sind.
Gewinnen und Verlieren muss erst gelernt werden. Ein kleines Kind sollte mit diesem Frusterlebnis nicht alleine gelassen werden. Es hat sich Mühe gegeben und trotzdem verloren. Jetzt fühlt es sich schwach und allein. Begleiten Sie Ihr Kind durch seinen Frust. Zeigen Sie Mitgefühl und Verständnis für seinen Ärger oder seine Enttäuschung. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Gewinnen und Verlieren zum Spielen dazu gehören. Und zeigen Sie ihm, wie Sie selbst recht entspannt damit umgehen, dass Ihr Kind nun schon das wiederholte Mal beim Memo-Spiel gewonnen hat und Sie selbst verloren haben.
Regeln einzuhalten
Wichtig ist auch, Spiele, bei denen Gewinnen und Verlieren im Vordergrund stehen, abzuwechseln mit Spielen, bei denen gemeinsam als Team gespielt wird und nicht gegeneinander. Geben Sie Ihrem Kind eine Chance, indem Sie Spiele auswählen, bei denen es punkten kann. Manchmal lassen sich auch die Spielregeln vereinfachen, sodass auch Ihr Kind eine höhere Chance hat zu gewinnen!
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