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Sprechen macht Spaß

Beitrag aus:
Elternbrief 12
2,5-3 Jahre

Kinder lernen jeden Tag neue Dinge. Auch sprachlich hat Ihr Kind wahrscheinlich riesige Fortschritte gemacht. Sein Wort­schatz umfasst jetzt in etwa 200 bis 300 Wörter. Sie können sich gut mit Ihrem Kind verständigen. Ihr Kind spricht nun von sich selbst als "ich" und benennt Sie und andere ihm nahestehende Personen mit Namen.

Vielleicht spricht Ihr Kind noch etwas undeutlich oder betont manche Wörter falsch. Aber keine Sorge, es lernt jeden Tag dazu. Die Aussprache verbessert sich nach und nach und es lernt immer wieder neue Wörter.

Sollten Sie das Gefühl haben, Ihr Kind spricht deutlich weni­ger als Gleichaltrige, dann suchen Sie Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt auf und besprechen Sie alles in Ruhe. Natür­lich auch, wenn Sie unsicher sind, ob bei der Entwicklung Ihres Kindes alles in Ordnung ist. 

Zusätzlich können Sie sich bei Fra­gen und Unsicherheiten auch immer an eine Beratungsstelle wie z. B. eine Frühförderstelle oder auch die Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi) wenden.

Ein Vater spricht zur kleinen Tochter

Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen

Kinder mit einer Behinderung oder Beeinträchtigungen kön­nen bestimmte Dinge nur sehr schwer oder niemals lernen. Manche werden vielleicht nie­mals hören, sehen, laufen oder sprechen lernen. Andere Kinder haben eine geistige Behinde­rung und es zeigen sich schon früh deutliche Einschränkungen in der geistigen Entwicklung.

Manche Kinder haben sowohl körperliche als auch geistige Be­hinderungen oder benötigen be­sondere (medizinische) Pflege. Die Einschränkungen können dabei sehr gering sein oder sich deutlich auf die Entwicklung des Kindes auswirken.

Für Eltern ist es oft gar nicht so einfach herauszufinden, was sie selbst brauchen, um ihr Kind best­möglich fördern zu können. Auch fühlen sie sich vielleicht überfor­dert, ausgelaugt und erschöpft. In diesen Situationen kann es helfen, Rat bei geschultem Fachpersonal zu suchen.

In Bayern gibt es ein breit ausge­bautes System von sogenannten Interdisziplinären Frühförderstel­len. Diese offenen Anlaufstellen bieten Hilfen für kleine Kinder und deren Familien, wenn es Entwick­lungsschwierigkeiten gibt oder eine Behinderung festgestellt wurde. In jedem Landkreis und in jeder größeren Stadt gibt es mindestens eine Frühförderstelle. Wenden Sie sich bei Unsicher­heiten bezüglich der Entwicklung Ihres Kindes an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Dort er­halten Sie bei Bedarf eine Überweisung für eine Frühförderstelle.