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Farben lernen

Beitrag aus:
Elternbrief 12
2,5-3 Jahre

Am Anfang wird Ihr Kind vermutlich nur die Grundfarben benennen und voneinander unterscheiden. Aber mit zu­nehmendem Alter werden ihm auch feinere Unterschiede, wie etwa derjenige zwischen Rosa und Lila oder zwischen Türkis und Blau bewusster. Sie können die Farben im Ge­spräch mit Ihrem Kind auf ganz natürliche Weise einbau­en: Beim Anschauen eines Bilderbuches können Sie z. B. sagen: "Schau, der Junge mit dem roten Pullover spielt gerade mit einem gelben Ball."

Foto: Mutter und Tochter sitzen auf dem Fußboden und bauen aus Spielzeugblöcken ein Haus.

Brettspiele mit Farbwürfeln

Nach und nach wächst bei Ihrem Kind vermutlich auch das Interesse an Würfelspielen. Brettspiele für jüngere Kinder haben meist einen Farbwürfel, der statt der Punktzahl auf jeder Seite eine andere Farbe hat. Würfelt Ihr Kind bei­spielsweise Rot, darf es eine rote Perle nehmen oder mit seiner Figur auf ein rotes Feld gehen. Hierbei lernt es, die Farben zu erkennen und auch entsprechend zuzuordnen.

Wenn das nicht gleich klappt, haben Sie Geduld. Kleine Kinder müssen erst lernen, sich an Regeln und Abläufe zu halten, die bei solchen Spielen vorgegeben sind. Das ist oft schwieriger als die geistige Anforderung oder die Ge­schicklichkeit, die solche Spiele ebenfalls fördern.

Vorlieben für bestimmte Farben

Für viele ist klar: Mädchen lieben Rosa, Jungs lieben Blau. Und viele Kinder bestätigen diese Annah­me. So will das eine Mädchen bei jedem Wetter den rosa Rock mit Glitzer anziehen, wohingegen der Junge den blauen Pulli mit dem Superhelden-Aufdruck nicht mehr ausziehen möchte.

Aber Farbvorlieben sind nicht an­geboren. Stattdessen werden sie anerzogen und auch erlernt bzw. abgeschaut. Viele Erwachsene sind sich der Einflüsse von außen, wie z. B. durch die Werbung, nicht bewusst.

Wenn möglich, lassen Sie sich nicht von diesen vermeintlichen Vorlie­ben beeinflussen. Kinder sollten frei entscheiden können, welche Farben sie gerne mögen. Dafür sollten Kin­der gestärkt werden, damit sie ihre eigenen Vorlieben kennenlernen und auch ausleben dürfen.

Farbvorlieben ändern sich oft recht schnell.