Medienbrief 1 - Frühe Kindheit und Medien

25 Digitales Spielzeug Die Digitalisierung endet nicht an der Kinderzimmertür. Sogenannte „Smart Toys“, intelligente Spielzeuge, sind über WLAN oder Bluetooth mit dem Smartphone oder dem Tablet verbunden und ermöglichen ein komplett neues Spielerlebnis. Digitales Spielzeug bietet viele Möglich- keiten, birgt aber im Gegenzug mehr Risiken als das klassische Puzzle oder eine Holzeisenbahn. Was gibt es beim vernetzten Spielzeug zu beachten? Vernetzte Spielzeuge sind direkt mit dem Internet verbunden. Die Spielzeuge haben einen kleinen Computer integriert und werden mittels Bluetooth-Verbindung oder über das WLAN per Sprach- steuerung oder über eine App gesteuert. So werden Roboter oder Puppen interaktiv und beantworten Fragen. Diese Technologien bieten einerseits Spiel, Spaß und Unterhaltung, Lern- und Bildungsmöglichkeiten, Alltagsentlastung für die Eltern und in einigen Situationen auch Sicherheit und Schutz. Andererseits sollten Risiken wie Datenschutz, Gerätesicherheit, nutzergenerierte Werbung sowie der Kinder- und Jugendmedienschutz bei diesen Medienangeboten nicht vergessen werden. Auch die Privatsphäre der Kinder muss bei einigen vernetzten Spielzeugen diskutiert werden – vor allem vor dem Hintergrund von GPS-Tracking (Standortübermittlung) oder Audio- und Videoüberwachung. Leos neuer bester Freund Endlich ist Weihnachten. Ich feiere zusammen mit meiner Mutter und der Familie meines Bruders. Mein Neffe Leo kann es kaum erwarten, alle seine Geschenke aufmachen zu dürfen. „Ui, ein neues Kuscheltier“, freut er sich, holt es aus seiner Verpackung und nimmt es in den Arm. „Du bist mein bester Freund“, sagt das plüschige Tier plötzlich mit quietschiger Stimme und Leo erschreckt sich. Bisher haben alle Tiere immer mit Papas oder Mamas Stimme gesprochen. Das hier ist neu. Seine Oma hat das Kuscheltier in der Werbung gesehen und sofort bestellt. Es lässt sich mit dem Handy steuern.

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