Spielen

Ein Kind deutet auf den Ball, den der Vater in der Hand hält, darüber eine Sprechblase: „Papa Ball“
© BfLS Köln

Ihr Kind findet spielen richtig toll.
Ihr Kind hüpft in jede Pfütze.
Ihr Kind hebt Steine und Stöcke auf.
Ihr Kind möchte alles entdecken und ausprobieren.

Ein Kind deutet auf den Ball, den der Vater in der Hand hält, darüber eine Sprechblase: „Papa Ball“
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Spielen heißt Lernen

Ein kleines dunkelhaariges Mädchen balanciert vorsichtig über Hüpfsteine.
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Ihr Kind lernt beim Spielen sehr viel.
Das ist wichtig für Ihr Kind.
Es lernt zum Beispiel:

  • Gemeinschaft mit anderen Kindern.
  • Neue Dinge wie Hüpfen, Springen oder
  • das Gleichgewicht zu halten.
    Ohne dabei runterzufallen.
  • Kleine Sachen kann Ihr Kind nun viel besser greifen.
Ein kleines dunkelhaariges Mädchen balanciert vorsichtig über Hüpfsteine.
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Eine Zimmerecke mit verschiedenen Spielzeugen, in der ein Kind spielt
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Das ist wichtig:
Ihr Kind möchte in Ihrer Nähe sein.
Ihr Kind soll aber auch mal alleine spielen können.
Dafür braucht Ihr Kind einen eigenen Platz.

Zum Beispiel:
Das Kind kann im Wohn-Zimmer
oder in der Küche spielen.
Richten Sie dort eine kleine Spiel-Ecke mit Spielzeug ein.

Eine Zimmerecke mit verschiedenen Spielzeugen, in der ein Kind spielt
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Ihr Kind macht eigene Erfahrungen

Ein Kind baut mit Bauklötzen. Neben dem Kind sitzt eine Frau. Die Frau macht einen Daumen hoch. Sie macht dem Kind Mut.
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Ihr Kind muss eigene Erfahrungen machen.
Zum Beispiel:
Ihr Kind baut einen Turm und der Turm fällt um.
Das ist nicht schlimm.
Daraus lernt Ihr Kind.
Ihr Kind weiß nicht mehr weiter?
Dann helfen Sie Ihrem Kind.

Ein Kind baut mit Bauklötzen. Neben dem Kind sitzt eine Frau. Die Frau macht einen Daumen hoch. Sie macht dem Kind Mut.
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Zwei Kleinkinder sitzen in der Spielecke und bauen mit bunten Holzringen
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Kinder haben viele Ideen.
Vielleicht spielt Ihr Kind mit dem Spielzeug anders als es gedacht ist.
Vielleicht erkennen Sie beim Spielen von Ihrem Kind keinen Sinn.
Lassen Sie Ihr Kind trotzdem spielen.
Kinder haben andere Ideen als Erwachsene.

Zwei Kleinkinder sitzen in der Spielecke und bauen mit bunten Holzringen
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Wichtig ist beim Spielen:

Geben Sie Ihrem Kind nicht zu viel Spielzeug.
Das kann Ihr Kind überfordern.

Ein kleines Mädchen sitzt am Tisch. Auf dem Tisch liegen ein kleiner Ball und eine Ziehspielzeug mit Rollen. Das Mädchen zeigt auf den Ball.
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Haben Sie viel Spielzeug zu Hause?
Dann wählen Sie immer nur ein paar Dinge für Ihr Kind aus.
Das andere Spielzeug packen Sie weg.
Wechseln Sie das Spielzeug immer wieder aus.
So hat Ihr Kind immer wieder neue Anregungen.

Ein kleines Mädchen sitzt am Tisch. Auf dem Tisch liegen ein kleiner Ball und eine Ziehspielzeug mit Rollen. Das Mädchen zeigt auf den Ball.
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Spielzeug

Ein Baby-Puzzle mit zwei Teilen. Das Puzzle zeigt einen Wal.
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Spielzeug hilft beim Groß-Werden von Ihrem Kind.
Zum Beispiel:

  • Puzzle
Ein Baby-Puzzle mit zwei Teilen. Das Puzzle zeigt einen Wal.
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Verschiedene Kleinkinder-Spielzeuge: Würfel, Puzzle, Buntstifte
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  • Memory-Spiel
    Bei einem Memory-Spiel liegen Karten verdeckt auf dem Tisch.
    Man muss immer 2 gleiche Karten finden.
  • Würfel-Spiele mit Farb-Würfeln
  • Farb-Stifte
  • Knet-Masse
    Aus der Knet-Masse kann man etwas formen.
Verschiedene Kleinkinder-Spielzeuge: Würfel, Puzzle, Buntstifte
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Spielen mit anderen Kindern

Zwei Babys sitzen auf dem Boden. Vor ihnen steht eine Kiste mit Spielzeug. Das blonde Baby hält einen kleinen Ball in der Hand. Das dunkelhäutige Kleinkind streichelt den Rücken vom blonden Baby.
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Ihr Kind hat jetzt wahrscheinlich schon Freundinnen oder Freunde.
Vielleicht kennt Ihr Kind andere Kinder
aus der Kinder-Krippe oder der Spiel-Gruppe.

Zwei Babys sitzen auf dem Boden. Vor ihnen steht eine Kiste mit Spielzeug. Das blonde Baby hält einen kleinen Ball in der Hand. Das dunkelhäutige Kleinkind streichelt den Rücken vom blonden Baby.
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Mehrere kleine Kinder spielen im Sandkasten, im Hintergrund ist eine Schaukel zu sehen
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Möchte Ihr Kind gerne mit anderen Kindern spielen?
Dann laden Sie eine Freundin oder einen Freund von Ihrem Kind
nach Hause ein.

Ihr Kind kann auch Freundinnen oder Freunde besuchen.
Am Anfang sollten die Eltern mit dabei sein.
Kinder fühlen sich dann oft sicherer.
Sprechen Sie sich mit den anderen Eltern ab.
Oder treffen Sie sich mit einer befreundeten Familie auf dem Spielplatz.

Gehen Sie auf den Spielplatz in Ihrer Nähe.
Oder besuchen Sie ein Eltern-Kind-Turnen.
Hier kann Ihr Kind andere Kinder kennen-lernen.
Und Sie können andere Eltern kennen-lernen.
So finden Sie neue Kontakte.

Mehrere kleine Kinder spielen im Sandkasten, im Hintergrund ist eine Schaukel zu sehen
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Andere Eltern können Sie in Familien-Stütz-Punkten kennen-lernen. 

Familien-Stütz-Punkte

Die Abkürzung für Familien-Stütz-Punkt ist: FSP.
Ein Familien-Stütz-Punkt berät Sie zu Ihrem Kind
und zu Ihrem Familien-Leben.
Sie bekommen bei einem FSP Hilfe bei Ihren Problemen.
Es gibt dort auch Angebote zum Mitmachen.
Zum Beispiel Spiel-Gruppen für Sie und Ihr Kind.

Mehr Informationen zu FSP finden Sie hier:

Grenzen setzen

  Sprechblase mit dem Wort: Nein!
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Passen Sie auf, ob Ihr Kind etwas Gefährliches macht.
Dann müssen Sie eine Grenze setzen.
Sagen Sie dann Nein.
Oder Sie nehmen Ihrem Kind die gefährliche Sache aus der Hand.
So setzen Sie Grenzen.

  Sprechblase mit dem Wort: Nein!
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Ein kleiner Junge und ein Mädchen sitzen sich gegenüber auf dem Boden. Beide zerren an einem Kuscheltier. Sie streiten um das Spielzeug.
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Als Erwachsene müssen Sie in vielen Situationen
für Ihr Kind entscheiden.
In diesen Situationen müssen Sie zum Beispiel eingreifen:

  • Ihr Kind will in eine Steckdose fassen.
  • Ihr Kind schlägt andere Kinder.
  • Ihr Kind will sich oder einem anderen Kind etwas in das Ohr
    oder in die Nase stecken.
  • Ihr Kind macht das Spielzeug von einem anderen Kind kaputt.
Ein kleiner Junge und ein Mädchen sitzen sich gegenüber auf dem Boden. Beide zerren an einem Kuscheltier. Sie streiten um das Spielzeug.
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Lesen Sie mehr beim Thema Grenzen und Freiräume.

Sie brauchen Hilfe?

Eine Ko-Ki-Stelle kann Ihnen helfen.

Ko-Ki-Stellen

Ko-Ki ist die Abkürzung für Koordinierende Kinder-Schutz-Stellen.
Die Ko-Ki-Stellen sind Teil der Frühen Hilfen.
Bei Ko-Ki-Stellen gibt es Fachleute für Fragen zu Kindern.
Die Fachleute können Ihnen helfen.
Ko-Ki-Stellen sind für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren.

Mehr Informationen zu Ko-Ki-Stellen finden Sie hier:

Rollen-Spiele

Ein Kind verarztet einen Teddybären
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Viele Kinder möchten in diesem Alter Rollen-Spiele spielen.
Rollen-Spiel heißt:
Ihr Kind spielt Mama.
Oder spielt Polizist.
Oder spielt Ärztin.
Ihr Kind spielt also eine Rolle.

Ein Kind verarztet einen Teddybären
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Sie können mit Ihrem Kind auch Rollen-Spiele spielen.
Oder Ihr Kind spielt Rollen-Spiele mit anderen Kindern.

Rollen-Spiele sind wichtig.
Ihr Kind lernt dabei viele Dinge.
Es lernt zum Beispiel:

  • wie sich andere fühlen.
  • wie andere die Welt sehen.
  • besser sprechen.

Das ist auch wichtig für Ihr Kind:

Ihr Kind soll auch viel draußen spielen.
Draußen erfinden Kinder oft ihre eigenen Spiele.

Körper-Erkundung

Wird Ihr Kind bald 3 Jahre alt?
Dann interessiert sich Ihr Kind für seinen Körper und sein Geschlecht.
Vielleicht spielt Ihr Kind mit seinem Penis oder seiner Vulva.
Manche sagen zur Vulva auch Scheide.
Die Vulva ist ein Geschlechts-Organ bei Mädchen und Frauen.
Das Spielen mit Penis oder Vulva ist im Kindes-Alter normal.
Das nennt man Körper-Erkundung.
Kinder sind neugierig.
Sie möchten lernen, wie der Körper funktioniert.

Sie beobachten Ihr Kind, wie es seinen Körper erkundet?
Reagieren Sie entspannt.
Schimpfen Sie nicht.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind.

Das ist wichtig:

Ihr Kind darf den eigenen Körper kennen-lernen.
Aber es dürfen keine Dinge
oder Finger in Körper-Öffnungen gesteckt werden.
Körper-Öffnungen sind: Nase, Ohr, Mund, After, Vulva.

Sie sind unsicher?
Dann fragen Sie Ihre Kinder-Ärztin oder Ihren Kinder-Arzt.

Sie können sich auch Hilfe bei einer Erziehungs-Beratungs-Stelle holen.

Erziehungs-Beratungs-Stellen

Eine Erziehungs-Beratungs-Stelle gibt es in vielen Städten.
In jeder Erziehungs-Beratungs-Stelle arbeiten Fachleute.
Sie alle kennen sich sehr gut mit Fragen, Problemen und Schwierigkeiten von Familien aus.
Sie sind so lange für Sie da, wie Sie es möchten.
Die Beratung ist freiwillig, vertraulich und kostenlos.

Mehr Informationen über Erziehungs-Beratungs-Stellen finden Sie hier:

Hilfe und Unterstützung

Eine Frau sitzt vor einem Schild Beratung mit ihrem Laptop und spricht mit einem Mann, der bei ihr Rat sucht.
© BfLS Köln

Manchmal wissen Eltern nicht weiter.
Es gibt Beratung und Hilfe.

Eine Frau sitzt vor einem Schild Beratung mit ihrem Laptop und spricht mit einem Mann, der bei ihr Rat sucht.
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