20. Elternbrief

15 Wie viel Lärm darf sein? Kinder bewegen sich, spielen und machen Krach. Ab wann sie dabei zu laut sind, ist Ansichtssache. Während Sie es für normal halten, dass Ihre Kinder lachen und schreien, bringt es andere vielleicht zur Weißglut. Normal ist es auch, dass Ihr Kind durch die Wohnung rennt oder aus Versehen seine Legokiste umwirft. Aber was sagt der Nachbar in der Wohnung darunter dazu? Wenn Sie Ärger mit den Nachbarn haben, sollten Sie zu- nächst das persönliche Gespräch suchen. So lassen sich vielleicht Missverständnisse aus der Welt schaffen. Lassen Sie Ihr Kind ruhig mit dabei sein. Vielleicht stimmt es die Nachbarn ja milder, wenn sie wissen, wer da eigentlich hin und wieder Krach macht. Schwie- rig wird es allerdings, wenn es kei- ne gütliche Einigung gibt. Dann sollten Sie sich informieren. Nach- fragen können Sie bei den Kin- der- und Jugendbeauftragten in Ihrer Stadt oder Gemeinde oder dem örtlichen Mieterverein . Die- se Stellen können Sie auf Ge- richtsurteile aufmerksam machen und Ihnen Argumentationshil- fen liefern. Grundsätzlich ist Kin- derlärm allen Menschen zumut- bar . Das Oberverwaltungsgericht Münster formulierte es so: „Wer Kinderlärm als lästig empfindet, hat selbst eine falsche Einstellung zu Kindern.“ Andererseits sollten Erwachsene und Kinder – soweit möglich – aufeinander Rücksicht nehmen. Kinderlärm Was ist erlaubt? Kinder dürfen auch in den Ru- hezeiten spielen, lachen und schreien. Im Hof sind Kinder- lärm und Ballspielen dann er- laubt, wenn kein Spielplatz in der Nähe ist. Beim Musizieren dürfen die Nachbarn nicht übermäßig gestört werden. Hier sind die Ruhezeiten ein- zuhalten (22 Uhr bis 7 Uhr, oft auch mittags). Das gilt auch für Bobbycars und andere ge- räuschvolle Spielzeuge. Was ist nicht erlaubt? Lautes Spielen im Hof, wenn es in der Nähe einen Spiel- oder Bolzplatz gibt, ist nicht gestattet. Ebensowenig das Herumtoben in der Woh- nung während der Ruhezei- ten. Auch Spielen in Treppen- haus, Aufzug oder Tiefgarage ist nicht erlaubt. Rü cksichtnahme ist den Großen UND den Kleinen zuzumuten!

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