Elternbrief Nr. 15

15 • Laufende oder einmalige Hilfen zum Lebensunterhalt • Wohngeld • Zuschuss zum Betreuungsgeld für Krippe, Kindergarten und Hort • Unterhaltsvorschuss Anderweitige Unterstützung bekom- men Sie außerdem, • wenn Ihr Kind krank ist: Mit ärztli­ chem Attest können alleinerziehen­ de Arbeitnehmer bis zu 20 Arbeitsta­ ge pro Jahr bei ihrem Kind (unter 12 Jahren ) zu Hause bleiben. • wenn Sie selbst erkranken: Beispiels­ weise wird bei einem Krankenhaus­ aufenthalt über den allgemeinen So­ zialdienst (beim Jugendamt nach­ fragen) oder eine Sozialstation Hilfe für Kinderbetreuung und Haushalt organisiert. • wenn Sie nervlich und körperlich am Ende sind: Informieren Sie sich über die Möglichkeit einer Kur. (Informa­ tionen über Mütterkuren oder Mut­ ter-Kind-Kuren siehe Elternbrief 12) Ihre Krankenkasse, der Allgemeine Sozialdienst des Jugendamtes sowie Schwangeren- und Sozialberatungs­ stellen geben Auskunft und helfen bei der Antragsstellung. Staatliche Hilfen für Alleinerziehende mit dem anderen Elternteil zu- sammen . Dies ist nicht nur lang- fristig für die positive Entwicklung Ihres Kindes sehr günstig, es er- öffnet auch Ihnen Freiräume . Es fällt natürlich nicht immer leicht, das Kind zum Ex-Partner gehen zu lassen. Vielleicht ist ja in der Zwi- schenzeit ein neuer Partner aufge- taucht, zu dem das Kind eine Be- ziehung aufbaut? Denken Sie da- ran, dass Ihr Kind beide Eltern braucht. Zieht sich der andere El- ternteil von sich aus zurück, sor- gen Sie dafür, dass Ihr Kind ein re- alistisches Bild von ihm bekommt, und zwar ohne zu schimpfen. Trotz aller Belastungen, die entstehen, wenn Sie alleinerzie- hend sind, können Sie doch stolz auf die Entwicklung Ihres Kindes sein. Sie meistern gemeinsam eine schwierige Lebenssituation. Dafür gebührt Ihnen Respekt und Anerkennung. Wenn Ihnen doch einmal alles zu viel wird oder wenn Ihre finanzielle Situation zu- mindest vorübergehend proble- matisch ist, dann scheuen Sie sich nicht, Unterstützung zu suchen und anzunehmen, wo immer sie sich bietet. Dies ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der Weg, für sich zu sorgen. Machen Sie den Ex-Partner vor Ihrem Kind nicht schlecht.

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