Hauptinhalt
Keine Lust zu lernen?
Mit dem Start an einer neuen Schule ändert sich für Ihr Kind vieles: Es hat neue Fächer, neue Lehrerinnen und Lehrer, mehr Leistungsdruck und eine größere Selbstständigkeit. Das kann überfordern und verunsichern. Auch die Pubertät spielt eine Rolle. Freundschaften, Hobbys und das eigene Erwachsenwerden werden wichtiger, und die Schule rückt manchmal in den Hintergrund.
Wie können Sie Ihr Kind unterstützen?
Begleiten Sie Ihr Kind dabei, eigene Interessen und Stärken zu entdecken. Bleiben Sie im Gespräch, machen Sie Anregungen statt strenger Vorgaben und zeigen Sie, wie Lernen Spaß machen und im Alltag nützlich sein kann:
- Sorgen Sie für einen ruhigen, aufgeräumten und angenehmen Arbeitsplatz, an dem Ihr Kind gut lernen kann. Ausreichend Licht und wenig Ablenkungen fördern die Konzentration.
- Feste Lernzeiten und klare Strukturen (z. B. nach dem Mittagessen Hausaufgaben machen) geben Sicherheit und helfen, den Lernalltag zu organisieren.
- Kleine Pausen zwischendurch und Bewegung fördern die Konzentration. Auch ein kurzer Spaziergang oder gemeinsames Dehnen kann helfen, neue Energie zu tanken.
- Fragen Sie nach, was Ihr Kind gerade in der Schule lernt. Lassen Sie sich erklären, was es spannend findet oder wo es Schwierigkeiten hat.
- Erklären Sie Ihrem Kind, dass Fehler normal sind. Unterstützen Sie es dabei, aus Fehlern zu lernen, statt sich dafür zu schämen.
- Ermutigen Sie Ihr Kind, Aufgaben selbstständig zu lösen. Bieten Sie Unterstützung an, aber übernehmen Sie nicht die Arbeit. Die Hausaufgaben liegen in der Verantwortung Ihres Kindes.
- Zeigen Sie Ihrem Kind verschiedene Lernstrategien, z. B. Karteikarten, Mindmaps oder das laute Wiederholen von Lerninhalten. Finden Sie gemeinsam heraus, was am besten funktioniert.
- Setzen Sie gemeinsam erreichbare Ziele und feiern Sie kleine Erfolge.
- Nutzen Sie bei Bedarf digitale Lernangebote, Apps und Videos als Ergänzung.
- Zeigen Sie selbst Neugier und Freude am Lernen. Erzählen Sie, was Sie aktuell interessiert.
Wenn Sie sich Sorgen machen oder das Gefühl haben, dass Ihr Kind sehr unter Druck steht, können Sie sich Unterstützung holen, z. B. bei der Schulsozialarbeit, Beratungslehrkräften oder der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS).