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Zahnspange

Beitrag aus:
Elternbrief 22
9-10 Jahre

Kinder bekommen eine Zahnspange in der Regel dann, wenn sich Zahn- oder Kieferfehlstellungen zeigen, die behandelt werden müssen. Das ist meist im Alter zwischen 9 und 13 Jahren der Fall, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen und das Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist.

In manchen Fällen kann eine erste kieferorthopädische Behandlung aber auch schon früher sinnvoll sein, z. B. bei sehr starken Fehlstellungen oder Problemen beim Kauen, Sprechen oder Atmen.

Die Zahnärztin oder der Zahnarzt prüft bei den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, ob eine Überweisung zu einer Kieferorthopädin oder einem Kieferorthopäden nötig ist. Dort wird entschieden, ob und wann eine Behandlung beginnt und welche Art von Zahnspange in Frage kommt.

Nicht jedes Kind braucht eine Zahnspange. Die Entscheidung hängt immer vom individuellen  Befund ab.

Mädchen lacht in die Kamera, man sieht ihre Zahnspange

Manchmal müssen allerdings nicht allein die Zähne, sondern muss auch der gesamte Kiefer mithilfe einer Zahnspange korrigiert werden. Etwa, wenn Ober- und Unterkiefer nicht parallel übereinanderstehen und Ihr Kind einen Überbiss hat oder schief beißt.

Eine Zahn- oder Kieferfehlstellung kann später zu gesundheitlichen Problemen führen. So können etwa bei schief stehenden Zähnen häufiger Zahnfeleischerkrankungen auftreten, weil die Reinigung schwieriger ist. Auch Zahnverschiebungen oder Wurzelhautentzündungen können die Folge sein.

Verschiedene Zahnspangen

Es gibt zwei Arten von Zahnspangen: herausnehmbare und feste. Herausnehmbare Spangen kann Ihr Kind zum Reinigen aus dem Mund nehmen und muss sie nur zu bestimmten Zeiten tragen. Feste Zahnspangen, wie Brackets, bleiben immer im Mund und brauchen eine besonders gute Zahnpflege.

Welche Spange am besten geeignet ist, entscheidet die Kieferorthopädin oder der Kieferorthopäde. Regelmäßige Kontrollen und das richtige Tragen der Spange sind sehr wichtig, damit die Behandlung erfolgreich sein kann.