Hauptinhalt

Probleme in der Schule

Beitrag aus:
Elternbrief 19
6-7 Jahre

Was können Sie tun, wenn Ihr Kind von belastenden Situationen in der Schule erzählt? Das können z. B. Ärger mit Mitschülerinnen oder Mitschülern oder Schwierigkeiten mit der Lehrkraft sein. Wichtig ist immer, dass Sie Ihr Kind mit seinen Sorgen und Problemen ernst nehmen.

Probleme mit anderen Kindern

In Gruppen verstehen sich nicht immer alle Kinder gut. Das ist auch in der Schule so. In jeder Klasse gibt es Kinder, die eine bestimmte Rolle übernehmen. Manche Kinder sind laut und bestimmen viel. Andere Kinder machen einfach mit.

Manchmal werden auch Kinder ausgeschlossen. Dafür reicht schon eine kleine Besonderheit. Das beginnt meistens mit kleinen Sticheleien, die zunächst harmlos erscheinen können. Doch wenn so etwas immer wieder passiert, dann fühlen sich die betroffenen Kinder traurig und hilflos.

Mutter tröstet Kind

Wie können Sie Ihrem Kind helfen, wenn es ausgeschlossen wird?

  • Wenn Ihr Kind Ihnen erzählt, dass es bei den anderen nicht mitspielen darf oder oft geärgert wird, dann hören Sie erst einmal aufmerksam zu. Unterbrechen Sie es nicht und machen Sie nicht gleich Lösungsvorschläge.
  • Bleiben Sie ruhig und gelassen, auch wenn Sie sich selbst Sorgen machen. Ihr Kind spürt Ihre Gefühle.
  • Stellen Sie Fragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben: "Was hat denn deine Lehrerin dazu gesagt?" oder „"Wie viele Kinder waren denn dabei?"
  • Vertrauen Sie Ihrem Kind und nehmen Sie seine Sicht ernst. Denken Sie daran: Ihr Kind erzählt, wie es die Situation erlebt hat.
  • Bestärken Sie Ihr Kind darin, dass es in Ordnung ist, traurig, wütend oder verletzt zu sein.
  • Wenn Ihr Kind noch keine Worte für seine Gefühle findet, sprechen Sie auch über Ihre eigenen Gefühle oder Erlebnisse. Damit zeigen Sie Ihrem Kind, dass es nicht allein ist.
  • Beziehen Sie Ihr Kind ein, wenn Sie überlegen, was als Nächstes zu tun ist. Fragen Sie z. B.: "Soll ich mit der Lehrerin sprechen, was meinst du?"
  • Greifen Sie bei Streit zwischen Kindern nicht sofort ein, indem Sie andere Eltern anrufen. Oft hilft es, wenn Kinder die Chance haben, selbst eine Lösung zu finden.
  • Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie es sich in solchen Situationen verhalten könnte. Sammeln Sie zusammen Ideen.
  • Lassen Sie Ihr Kind mit seinen Sorgen nicht allein. Bleiben Sie im Gespräch und fragen Sie immer wieder nach, wie es ihm geht.
  • Schützen Sie Ihr Kind, wenn es sehr stark unter Druck steht oder bedroht wird. In solchen Fällen können Sie sich Unterstützung von der JaS, der Schulsozialarbeit oder von Beratungsstellen holen.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, was es gut kann. Das stärkt sein Selbstvertrauen.
  • Überlegen Sie gemeinsam, welche Freundschaften es außerhalb der Schule gibt (z. B. im Sportverein, in der Nachbarschaft oder in der Familie).
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind auch schöne Erlebnisse hat, die nichts mit der Schule zu tun haben.

Probleme mit der Lehrkraft

Manchmal bittet die Lehrkraft Sie zu einem Gespräch. Oder Sie selbst möchten mit der Lehrkraft sprechen, z. B. weil Ihr Kind sich ungerecht behandelt fühlt. Solche Gespräche sind eine gute Möglichkeit, mehr zu erfahren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Wenn es um Themen wie Noten oder um die Zukunft Ihres Kindes geht, können die Gefühle schnell hochkochen. Sprechen Sie offen über Ihre Sorgen, aber bleiben Sie sachlich und freundlich. Wichtig ist auch, dass Sie nachfragen, wenn Ihnen etwas unklar ist oder Sie etwas nicht verstehen.

Zeigen Sie, dass Sie das Problem lösen möchten. Nicht immer gibt es eine perfekte Lösung. Versuchen Sie, zusammen mit der Lehrkraft einen guten Weg zu finden.

Guter Kontakt zur Schule hilft

Um Konflikte oder sogar Streit mit den Lehrkräften zu vermeiden, ist ein guter Kontakt wichtig. Dafür eignen sich Elternsprechtage, Sprechstunden, aber auch Treffen wie Schulfeste.

Sprechen Sie vor Ihrem Kind freundlich über Lehrkräfte. Ihr Kind merkt, wie Sie über die Lehrkraft denken. Wenn Sie schlecht reden, hat Ihr Kind es schwer, die Lehrkraft zu respektieren. Das macht es schwieriger für Ihr Kind in der Schule.