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Gemeinschaft erleben

Beitrag aus:
Elternbrief 19
5-7 Jahre

Wenn Kinder neu in die Schule kommen, ist ein herzliches Miteinander im Klassenraum entscheidend, damit sie sich schnell wohl und akzeptiert fühlen. Durch kurze Spielpausen und bei kleinen gemeinsamen Projekte finden die Kinder schnell andere, mit denen sie gern spielen. So entstehen erste Freundschaften, die den Einstieg in die Schule erleichtern.

Im Klassenzimmer

Ein gutes Klassenklima zeigt sich daran, wie Schülerinnen und Schüler miteinander umgehen. Kleine Streitigkeiten gehören zum Alltag dazu, können aber in der Regel von den Kindern selbst gelöst werden. Während des Unterrichts wird auf eine angenehme Lautstärke geachtet, damit sich alle wohlfühlen und konzentrieren können.

Die Lehrkraft hat in der Regel ein gutes Verhältnis zu den Kindern und ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Sie sorgt  dafür, dass sich alle gut aufgehoben fühlen. Um das Miteinander zu stärken, verändert die Lehrkraft manchmal die Sitzordnung. Dadurch kann Ihr Kind neue Kinder kennenlernen und die Gemeinschaft in der Klasse wächst weiter zusammen.

Schon in den ersten Grundschuljahren werden Klassensprecherinnen und Klassensprecher gewählt. Sie vertreten die Interessen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, sind Vorbilder für die Klasse und unterstützen beim Lösen von Streitigkeiten.

Die Klassengemeinschaft ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Freundschaften, die Ihr Kind schließt. Dennoch gibt es bestimmt Mitschülerinnen oder Mitschüler, mit denen Ihr Kind besonders gerne Zeit verbringt. Daraus können Freundschaften entstehen.

Der neue Freundeskreis

In der Schule lernt Ihr Kind viele neue Kinder kennen. Auch in der Nachmittagsbetreuung entstehen weitere Kontakte, oft auch mit Kindern aus anderen Klassen. Für Grundschulkinder ist das gemeinsame Spielen und Lernen in einer großen Gruppe eine spannende, aber auch herausfordernde Erfahrung. Auch für Sie als Eltern ist es unter Umständen nicht leicht, die vielen neuen Eindrücke und Einflüsse auf Ihr Kind im Blick zu behalten.

Neue Freundschaften zu knüpfen, kann manchmal etwas dauern. Das ist ganz normal.

Foto: Begeisterte Gruppe von jungen Kindern im Unterricht, die in einer Reihe am Schreibtisch sitzen und sich melden

Im Kindergarten kannten sich die Eltern in der Regel oft untereinander und organisierten die Spielverabredungen ihrer Kinder. In der Schule machen das die Kinder zunehmend selbstständig. Ihr Einfluss als Eltern darauf, mit wem Ihr Kind sich anfreundet, nimmt ab. Das gehört zum Großwerden dazu.

Das bedeutet auch, dass Sie als Eltern nun Schritt für Schritt loslassen müssen, damit Ihr Kind eigene Erfahrungen sammeln und selbst Freundschaften knüpfen kann.

So können Sie Ihr Kind beim Knüpfen von Kontakten unterstützen

  • Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu, wenn es von neuen Freundinnen und Freunden erzählt. So erfahren Sie viel darüber, wie es Ihrem Kind geht.
  • Seien Sie offen gegenüber den neuen Freundschaften Ihres Kindes. Ihr Kind ist stolz darauf, Kontakte zu knüpfen, und möchte Ihre Unterstützung spüren.
  • Am Anfang wird Ihr Kind noch Hilfe benötigen, um sich mit anderen zu verabreden. Ein Klasseneltern-Chat kann den Austausch mit anderen Eltern erleichtern. Alternativ können Sie Ihrem Kind einen Zettel mit Ihrer Telefonnummer mitgeben, den es dem anderen Kind weitergeben kann.
  • Wenn Sie Bedenken haben, ob Ihr Kind zu einer neuen Freundin oder einem neuen Freund nach Hause gehen soll, begleiten Sie es beim ersten Mal. Oder schlagen Sie ein Treffen auf einem Spielplatz vor. So können Sie das andere Kind und dessen Eltern kennenlernen.

Im Krankheitsfall

Ist Ihr Kind krank, sollte es zu Hause bleiben und sich ausruhen. So kann es sich gut erholen und andere vor einer Ansteckung schützen. Die Schule muss am Morgen vor Schulbeginn über das Fernbleiben informiert werden. Entweder telefonisch, per E-Mail oder über die schulinterne App. 

Bei längerer Krankheit können Schulen ein ärztliches Attest verlangen. Erfragen Sie die genaue Regelung direkt bei Ihrer Schule. Verpasste Aufgaben oder Unterrichtsstoff können bei der Lehrkraft oder anderen Eltern erfragt werden, damit Ihr Kind den Anschluss nicht verliert.